Verkehr
: Anwohner in Stolzenhagen fordern Tempo 30

Mit der Sanierung von Dorfstraße und Basdorfer Straße in Stolzenhagen verbinden Anwohner den Wunsch nach Verkehrsberuhigung.
Von
Hans Still
Stolzenhagen
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  • Mit der Sanierung von Dorfstraße und Basdorfer Straße in Stolzenhagen verbinden Anwohner den Wunsch nach Verkehrsberuhigung. Auf der Stolzenhagener Dorfstraße und der Basdorfer Straße wird nicht selten zu schnell gefahren. Darum gibt es Ideen, eine umfangreiche Tempo-30-Zone zu errichten. Bis zum Herbst soll ein Konzept für den Straßenausbau vorliegen, eventuell wird noch in diesem Jahr mit den ersten Handgriffen begonnen.

    Mit der Sanierung von Dorfstraße und Basdorfer Straße in Stolzenhagen verbinden Anwohner den Wunsch nach Verkehrsberuhigung. Auf der Stolzenhagener Dorfstraße und der Basdorfer Straße wird nicht selten zu schnell gefahren. Darum gibt es Ideen, eine umfangreiche Tempo-30-Zone zu errichten. Bis zum Herbst soll ein Konzept für den Straßenausbau vorliegen, eventuell wird noch in diesem Jahr mit den ersten Handgriffen begonnen.

    Hans Still/MOZ
  • Baubedarf: An diesem Kreisel in Stolzenhagen soll es künftig einen Gehweg geben. Zudem soll verhindert werden, das Autofahrer die Verkehrsrichtung missachten und abkürzen.

    Baubedarf: An diesem Kreisel in Stolzenhagen soll es künftig einen Gehweg geben. Zudem soll verhindert werden, das Autofahrer die Verkehrsrichtung missachten und abkürzen.

    Hans Still
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Doch blind vertrauen wollen sie darauf nicht, wie im Vorfeld bereits klar wird. Der Ortsbeirat traf sich jüngst mit Mitarbeitern des Bauamtes, auch die Planer dieser Straßensanierung waren dabei. „Wir brauchen eine Lösung für die Zukunft. Aber der Lärmschutz, die Geschwindigkeitsbegrenzung und die Instandhaltung  der Straße müssen berücksichtigt werden“, so die Forderung von Ortsvorsteher Jürgen Krajewski (UWG).

Die Ergebnisse dieser Gespräche finden sich in einem Forderungskatalog, der als „Vorschläge des Ortsbeirates“ deklariert und dem Bauamt übergeben wurde.

Parktaschen entlang der Straße

Darin findet sich unter anderem der Wunsch nach einer Tempo–30–Zone. Ortsvorsteher Krajewski zieht bei diesem Thema bewusst die Parallele zum Nachbarort Wandlitz. Dort sei gut erlebbar, wie die Geschwindigkeit auf der Prenzlauer Chaussee abgenommen habe. „In Stolzenhagen könnte die 30–er Zone in der Kurve der Dorfstraße beginnen und in Richtung Basdorfer Straße mit dem Ende der beiderseitigen Bebauung ein Ende finden“, so ein Vorschlag. Fix sei jedoch noch nichts. „Es gibt verschiedene Vorschläge, zum Beispiel könnte auch der Verkehrsfluss durch Parktaschen entlang der Straße eingeengt werden“, deutet Krajewski an.

Auch die Forderung nach Flüsterasphalt gehörte ursprünglich zu den Ideen, die inzwischen aber verworfen wurde. Kritisch diskutiert werden die bisherigen Aufpflastungen, sprich die Schwellen auf Höhe des Spielplatzes Am Steinberg und der "Fischerstube“. Für Krajewski und nicht wenige Bürger hat sich in den vergangenen Jahren erwiesen, die beabsichtigte Verlangsamung des Verkehrs tritt in der gewünschten Form nicht ein. „Es ist laut an den Schwellen, es geht weiterhin zu schnell zu. Darum sollen sie rückgebaut werden“, lautet nun der Wunsch.

Bevor die Straßensanierung überhaupt starten kann, steht demnächst die Begutachtung des Baugrundes ins Haus. Bereits erledigt wurde die Vermessung. Diskussionen könnte es zukünftig noch zum Charakter der Straße geben. Es ist gar nicht mal so lange her, dass die Basdorfer Straße eher eine untergeordnete Strecke mit relativ wenig Verkehr war. Dies habe sich gravierend verändert. "Wenn es Störungen auf der A 10 oder der A 11 gibt, nehmen die Autofahrer Umleitungen und fahren dann auch über Stolzenhagen und die Klosterfelder Stege. Gerade an den Wochenenden merken wir das stark“, beschreibt der Ortsvorsteher. Schwerlastverkehr beispielsweise war früher eher eine Ausnahme, heute gehören Trucks fast schon zum gewohnten Bild im Ort. „Der Umleitungsverkehr und der Wunsch mancher Fahrer, Maut–Gebühren zu sparen, verstärken den Verkehr enorm. Daher wollen wir durch eine Verkehrszählung ermitteln lassen, wie stark die Belastungen mit Verkehrslärm und Feinstaub mittlerweile tatsächlich sind“, so Krajewski. Kurzum: Die Anwohner haben die Nase voll.

Am Kreisel fehlt ein Gehweg

Direkt im Zusammenhang mit dem Thema Verkehr steht zudem eine weitere Baustelle im Ort, nämlich die Ecke Dorfstraße, Liebenwalder Ende und Klosterfelder Straße. Der bisherige Kreisverkehr sei in dieser Form nicht mehr zeitgemäß, weil beispielsweise ein Gehweg fehlt. Zudem gibt es nicht wenige Autofahrer, die sich um die vorgegebene Verkehrsführung wenig kümmern und von den Stegen kommend, direkt nach links in die Dorfstraße einbiegen. An dieser Stelle erwartet der Ortsbeirat noch in diesem Jahr den Beginn der Planungen. Mit der Umsetzung wäre ebenfalls nicht vor 2021 zu rechnen. Dieses Vorhaben findet sich auf der Liste des Ortsbeirates für den Haushalt im kommenden Jahr.