21 Bushaltestellen werden in der Stadt Bernau noch in diesem Jahr barrierefrei umgestaltet und teilweise mit Buswartehäuschen bestückt. 2020 wurden so bereits 20 Bushaltestellen erneuert.
Baubeginn soll am kommenden Montag an der Berliner Allee sein. Den Abschluss bildet im November 2021 voraussichtlich der Neubau einer barrierefreien Bushaltestelle „An der einsamen Kiefer“ in Lobetal.
„Insgesamt werden 95 Quadratmeter vorhandenes Pflaster zurückgebaut, 72 Quadratmeter Blindenleitplatten mit Rippen und Noppen verlegt und zehn neue Buswartehäuschen errichtet. Wir investieren in das Vorhaben rund 230.000 Euro“, berichtet Torsten Balk, Sachgebietsleiter Tiefbau der Stadt Bernau. Mit der Bauausführung wurde die Firma THARO Straßen- und Tiefbau GmbH aus Eberswalde beauftragt, die den Zuschlag nach öffentlicher Ausschreibung erhalten hat.

Rollstuhlfahrer brauchen 1,5 mal 1,5 Meter Rangierfläche

Über das aktuelle Umbaugeschehen wird die Barnimer Busgesellschaft die Fahrgäste rechtzeitig per Aushang am jeweiligen Haltepunkt informieren.
Bereits seit 2019 werden in Bernau Bushaltestellen barrierefrei gebaut und umgebaut. Dies geht auf einen Beschluss der Bernauer Stadtverordnetenversammlung zurück.
Die umgebauten Haltestellen verfügen über einen Bordstein von mindestens 18 Zentimetern Kantenhöhe, um den Fahrgästen ein barrierefreies Einsteigen zu ermöglichen. Außerdem gibt es überdachte Stellplätze für wenigstens einen Rollstuhl mit mindestens 1,5 mal 1,5 Metern Rangierfläche.
Für Rollstühle oder Kinderwagen ist ein 1,5 Meter breiter Streifen zwischen Haltestellenkante und Bauteilen als Rangierfläche vorgeschrieben. Hinzu kommen noch barrierefreie Haltestellenzugänge und ein tastbares Blindenleitsystem (taktile Platten), ausgestattet mit einem Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfeldern.