Vermüllung: Jährlicher „Gemeindeputz“ gefordert

Vielerorts ein Ärgernis: wilde Müllkippen, so wie hier bei Herzberg.
Jörg EllmannIn der Kommune soll es künftig einen jährlich wiederkehrenden Aktionstag „Gemeindefrühjahrsputz“ geben. Einen entsprechenden Antrag brachte die Fraktion Bürgerverein Eiche in die jüngste Sitzung der Gemeindevertretung ein und löste damit eine kurze Diskussion aus. In der Begründung verwies die Fraktion darauf, dass in der Vergangenheit „mehrfach und zu Recht“ die zunehmende Vermüllung der Kommune beklagt wurde. Da dieser Zustand wohl auch die Mehrheit der Bevölkerung stören dürfte, sollte diesem mit ehrenamtlichem Engagement begegnet werden, heißt es. In den Ortsteilen würden bereits Frühjahrs– und Herbstputze stattfinden, bei denen die Einwohner unentgeltlich die öffentlichen Bereiche von diversem Schmutz und Unrat säubern. Dieses Engagement sollte mit einem Gemeindeaktionstag weiter gestärkt werden, so die Mitglieder der Fraktion. Sie schlagen zudem vor, in den Ortsteilen entsprechende Sammelplätze festzulegen. Von dort sollte der Müll dann auf Kosten der Gemeinde entsorgt werden.
Christian Kusch (Bürgerverein) verwies darauf, dass die Beteiligung in den Ortsteilen an den Putzaktionen doch sehr unterschiedlich ist. "Wir haben viele Ideen, diese aber absichtlich nicht in den Antrag hinein formuliert“, sagte der Gemeindevertreter und betonte: „Die Umweltverschmutzer sind wir“. Bürgermeister Wilfried Gehrke sprach sich dafür aus, die Ortsbeiräte zu beteiligen, lehnte aber Sammelstellen ab. "Dann wird dort auch die Waschmaschine abgestellt“, so der Christdemokrat. Klaus Joachim plädierte dafür, den Antrag in die Ortsbeiräte zu verweisen. „Wir sollten niemandem vorschreiben, wann er aufräumen möchte, ob im Frühjahr oder Herbst“, so der Ahrensfelder. Ortsvorsteher Jörg Dreger konnte in der Diskussion eine Erfahrung aus Blumberg beisteuern. "Wir haben einmal eine Putzaktion gemacht. Dabei war es schwer, überhaupt einen Termin zu finden“, so der SPD–Mann. Im Übrigen sprach er sich dafür aus, dass die jeweiligen Ortsbeiräte die Ansprechpartner für solche Aktionen sind. „Sie kennen sich aus“, sagte der Blumberger. In Eiche und Mehrow funktioniere das bereits ganz gut. Christian Kusch betonte noch einmal, dass es seiner Fraktion darum ging, etwas „anzuschieben“. Die genaue Ausgestaltung müsse später geklärt werden.
Vize–Bürgermeister Andreas Knop stellte klar, dass ein Verweis des Antrages in die Ortsbeiräte aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei. Der Bauausschuss könnte sich aber durchaus mit dem Thema beschäftigen, schlug der leitende Rathausmitarbeiter vor.
Schließlich einigte sich die Gemeindevertretung darauf, die Ortsbeiräte zu bitten, sich mit dem Antrag auseinanderzusetzen.