Wohnungsmarkt
: 100 neue Wohnungen für Panketal

14 Gebäude mit Garten-Stadtcharakter sind in Panketal für Alleinstehende, Paare und Familien in Planung.
Von
fos
Panketal
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14 Gebäude mit Garten-Stadtcharakter sind in Panketal für Alleinstehende, Paare und Familien in Planung. (Symbolfoto)

Julian Stratenschulte/dpa

Geplant ist die Errichtung von Ein- bis Fünf-Raum-Wohnungen, die über den gesamten Bereich verteilt werden. Angestrebt werde eine ausgewogene nachbarschaftliche Mischung von Alleinstehenden, Paaren und Familien, wie die Planer im Panketaler Ortsentwicklungsauschuss erläuterten. Obwohl das Bauvorhaben noch auf keiner Immobilien-Internet-Plattform vertreten sei, hätten sich bereits rund 250 Interessenten gemeldet. Die Wohnungen sollen als Eigentumswohnungen angeboten werden, wobei damit gerechnet wird, das ein großer Teil nicht von den künftigen Eigentümern selbst bewohnt, sondern vermietet wird. Terrassen, private Gärten, öffentlichen Grünanlagen, Spielplätze, ein Regenwasserrückhaltebecken und die Südausrichtung aller Wohnungen sollen dem Gartenstadt-Charakter Panketals entsprechen.

Um das Vorhaben zu realisieren, hat der Bauherr drei Befreiungen von den Vorgaben des vorliegenden Bebauungsplans „Oderstraße/Neckarstraße“ beantragt. Im Ortsentwicklungsausschuss wurden diese Befreiungen zwar befürwortet, allerdings nur mehrheitlich. Die Entscheidung über die Anträge trifft die Gemeindevertretung.

In einem Fall sollen im Erdgeschoss von vier Mehrfamilienhäusern insgesamt zwölf barrierefreie Wohnungen entstehen. Diese weisen wegen der Barrierefreiheit größere Bewegungsspiel-räume auf. Werden die nichtbarrierefreien Wohnungen im Geschoss darüber entsprechend angepasst, so wird das Maß der Bebauung um Terrassen, Balkone, Vordächer und Lichtschächte um 72 Quadratmeter überschritten.

Die wegen des ansteigenden Geländeprofils erforderlichen Stützmauern überschreiten die zulässige Fläche um 23 Quadratmeter. Außerdem soll die Baugrenze in einem Fall um 1,30 Meter verschoben werden, weil die Böschungskante durch das Baufeld läuft.

Eine weitere beantragte Änderung bezieht sich auf Dachgeschosse, die nach dem Bebauungsplan zu begrünen sind. Durch  den Aufbau für die Begrünung werden sie zwar höher, ihre Grundrisse sollen jedoch unberührt bleiben.

Die Überschreitungen werden insgesamt mit rund 300 Quadratmetern angegeben. Dafür sollen zum Ausgleich Dachflächen von insgesamt 660 Quadratmetern zusätzlich zu den Vorgaben des Bebauungsplanes begrünt werden.

Angesichts der hohen Verdichtung, die der Pfingstberg durch die Bebauung in den 1990er-Jahren erfuhr, bezeichnete Axel Kruschinski (SPD) das jetzige Vorhaben als „zielführend und zukunftsweisend“. Barrierefreiheit, der Mix der Wohnungsgrößen und der grüne Charakter sprächen dafür. Die Flächenüberschreitungen seinen „minimal“. Doris Stahlbaum (Bündnis 90/Die Grünen) kritisierte, dass das Projekt „Gartenstadt Pfingstberg“ ohne Befreiungen zwar „weniger wirtschaftlich“ sei, aber doch auch machbar. Die Dachbegrünung widerspreche zudem der vorgesehenen Regenentwässerung.