2. Wasserball-Liga Ost: Auftakterfolge für SGW Brandenburg gegen SG TuR Dresden und SC Chemnitz

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terAber abschenken wollen die Brandenburger natürlich keine Partie, vor allem nicht vor heimischer Kulisse und nicht gegen machbare Gegner, wie die SG TuR Dresden am Samstag. Die Gastgeber machten sich allerdings das Leben selbst schwer. Erstaunlich viele Abspielfehler über kürzere Distanz ärgerten Trainer Christopher Bott.
Aber es gab auch Lichtblicke. Torhüter Nicolas Tosch, der in den ersten beiden Viertel zwischen den Pfosten „stand“, wehrte einige Würfe ab, die die Gäste schon drin wähnten. Und mit Dennis Wagner hatte die SGW einen sicheren Torschützen in ihren Reihen, so dass mit einer 7:4-Führung die Seiten gewechselt wurden.
Die wurde nach dem Wiederanpfiff binnen zwei Minuten auf 10:4 ausgebaut, was die Brandenburger in vermeintliche Sicherheit wiegte. Trotz vorhandener Möglichkeiten gelang ihnen in der Offensive nichts mehr, während die Sachsen kontinuierlich verkürzten. Bis zum Schlussviertel war der Rückstand auf 8:10 zusammen geschmolzen.
Doch nun stabilisierte sich die SGW-Deckung wieder, so dass der zweite Schlussmann, Aly Abdulrahman, sich auch endlich auszeichnen konnte. Die Hausherren zogen erneut davon und freuten sich mit Billy-Bob Mattler über sein erstes 2. Liga-Tor zum 15:8-Zwischenstand, knapp zwei Minuten vor dem Abpfiff. Am Ende hieß es 16:10 für die SGW. Es war nicht alles schön, aber Hauptsache gewonnen.
Am nächsten Tag war die Aufgabe mit dem SC Chemnitz deutlich schwerer und mit der ist das SGW-Team auch gewachsen. Die Brandenburger minimierten die Quote der individuellen Fehler merklich, was gegen die Westsachsen dringend von Nöten war.
Bemerkenswert auch die Nervenstärke, es gab in dieser Partie häufig genug Momente wo das Geschehen hätte kippen können, doch die Gastgeber gaben stets die passende Antwort. Im ersten Viertel gerieten sie zum Beispiel nach einer Führung mit 2:3 in Rückstand, machten daraus aber noch einen 4:3-Vorsprung. Auch das Verspielen der 7:3-Führung im zweiten Abschnitt ließ die Hausherren nicht panisch werden, nahmen den 7:5-Zwischenstand zur Halbzeit gelassen hin.
Dass letztendlich diese Partie knapp, aber nicht unverdient, als 12:11-Erfolg verbucht wurde, lag an der mannschaftlichen Geschlossenheit der Brandenburger. Sie profitierten zumal von der erneut starken Leistung beider Torleute und zweier Torgaranten. Zum einen Patrick-Jörg Hehr, der sechsmal traf und nach seinem Glanzabend zuvor wiederholte Dennis Wagner seinen Gala-Auftritt, kam auf fünf Tore. Mit insgesamt elf Treffern an diesem Wochenende ragte Wagner aus der SGW-Mannschaft heraus.
Das nächste Spiel bestreiten die SGW-Akteure am 23. November bei der HSG TH Leipzig.