Ana Finta geehrt: „Mein Leben für die Kunst“

Ana Finta (li.) vor ihren neuen Werken. Bei sommerlichen Temperaturen erfreuten sich die Besucher an den kühlen Winterlandschaften.
MOZ.deAna Finta, geboren in Rumänien, verlässt mit ihrer Familie ihre Heimat in Transsylvanien und gelangt 1990 nach einer langen Reise durch Europa schließlich nach Brandenburg an der Havel. Als leidenschaftliche Künstlerin malt sie nicht nur im eigenen Atelier, ihr liegt vor allem die künstlerische Bildung am Herzen. So lehrt sie nunmehr bereits seit 30 Jahren an der Wredow`schen Zeichenschule als Dozentin.
Mehr als tausend Schüler — vom Vorschulkind bis zum Senioren — waren bisher bei ihr in der Lehre und erfuhren, wie sie Gefühle auf die Leinwand projizieren können. Mehr als hundert junge Schüler hat sie auf dem Weg in die Hochschule begleitet. Erik Weise bedankt sich im Namen aller Kunstschüler für ihre fröhliche und zielfokussierte Art, und die uneingeschränkte Freude an der Kunst, welche sie an die Schüler weitergegeben hat.
Als Kunstbotschafterin verkörpert Ana Finta die ursprünglichen Ideale Wredows: „Die Belebung des Kunstsinnes durch praktische Förderung“ . Das Stiftungs–Kuratorium erkennt diese Verdienste gebührend an, und verleiht der Künstlerin während der Vernissage die silberne Ehrenmedaille von Wredow. Ana Finta, erst vierte Ehrenmedaillenträgering, ist bewegt, überrascht und dankbar: „Meine Leidenschaft zur Kunst ist mir ebenso wichtig wie die Weitergabe dieser Begeisterung an folgende Generationen.“.
Nach der überraschend freudigen Ehrung wird die Ausstellung feierlich durch Kunsthistorikerin Claudia–Karina Rose mit einer Interpretation der Kunstwerke eröffnet. Die aktuelle Ausstellung stellt vor allem neue Werke zur Diskussion, welche in starkem Kontrast zu bisherigen Werken stehen. Das Thema „Winter“ setzt mit wenigen kalten Farbtönen den Fokus mehr auf Licht– und Schattenspiel. Eis, Schnee und Kälte werden bei der Betrachtung der Werke mit sofortiger Wirkung spürbar und sorgen an diesem heißen Sommertag für eine imaginäre Abkühlung. Finta verarbeitet auch in dieser Ausstellung Mehl, Sand, Erde und echte Pigmente um strukturelle Erhabenheiten zu erzeugen, und so den Landschaftscharakter der Naturbilder zu untermalen.
Ihre Werke geben die Grundstimmung vor, der Betrachter erhält dennoch genügend Raum für die individuelle Interpretation. Ähnlich berichten ihre Schüler vom Unterricht. Grundpfeiler werden an die Hand gegeben, genug Freiheit für die eigene Expression ermöglicht.
So ist Ana Finta auch weiterhin für Kunst und Schüler tätig und freut sich über jeden Besucher der neuen Ausstellung – und in ihrem Atelier in der Rathenowerstraße 6.