„Brandenburg ist das alleenreichste Bundesland“, honorierte Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, bei seiner Ankunft in Bad Belzig. Alleen seien nicht nur wertvoll für das Klima, sondern würden das uns bekannte und geschätzte Landschaftsbild maßgeblich prägen.

Deutsche Alleenstraße führt von Rügen bis nach Konstanz

Rund 3.000 Kilometer lang, von Rügen im Norden bis in Deutschlands Süden nach Konstanz am Bodensee verlaufend – die Deutsche Alleenstraße knüpft seit 30 Jahren ein grünes Band aus Bäumen entlang Bundes- und Landesstraßen. Im Land Brandenburg führt sie durch die Stadt Rheinsberg über Brandenburg a.d.H. und Bad Belzig bis hin an die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt nach Lutherstadt Wittenberg.

Bergahorn-Baum medienwirksam an der B 246 zwischen Bad Belzig und Klein Glien gepflanzt

Entlang der Bundesstraße B 246 zwischen Bad Belzig und Klein Glien pflanzte Guido Beermann gemeinsam mit dem Regionalleiter West des Landesbetriebes Straßenwesen Frank Schmidt, Landrat Marko Köhler sowie der Vorsitzenden der Alleenschutzgemeinschaft Cornelia Behm einen stattlichen Bergahorn-Baum. Auch Bad Belzigs Bürgermeister Roland Leisegang wollte diesen wichtigen Spatenstich nicht verpassen.

314 Alleebäume werden zwischen Bad Belzig und Klein Glien in die Erde gebracht

Insgesamt wurden 314 Alleebäume zwischen Bad Belzig und Klein Glien gepflanzt, um die Deutsche Alleenstraße in diesem Abschnitt zu vervollständigen bzw. wiederherzustellen. Entsprechend des heterogenen Baumbestands der Deutschen Alleenstraße sowie in Anlehnung an die regionale Vegetation fiel die Wahl weiterhin auf Winterlinden, Wildäpfel, Wildbirnen und Sperlinge. In die Pflanzung einschließlich einer fünfjährigen Fertigstellungs- und Entwicklungspflege investiert das Land Brandenburg rund 200.000 Euro. „Gut angelegtes Geld“, wertete Guido Beermann, denn eine Vielzahl der Alleenbäume im Land Brandenburg würden aus Gründen der Verkehrssicherheit sowie ihres hohen Alters in den kommenden Jahren weichen müssen. Auch Cornelia Behm zeigte sich glücklich: „Ich bin hochzufrieden, dass es gelungen ist, die Alleebäume zwischen der Straße und dem neuen Radweg zu integrieren.“ Im Vorfeld der Neubepflanzung wurde die B 246 an dieser Stelle auf einer Länge von 4,1 Kilometern ausgebaut und ein parallel zur Fahrbahn verlaufender Radweg angelegt.

Konzept der Landesregierung zur Entwicklung von Alleen wird umgesetzt

Um die Alleen im Land Brandenburg zu erhalten, hatte die Landesregierung bereits 2007 eine Konzeption „zur Entwicklung von Alleen an Bundes- und Landesstraßen in Brandenburg“ beschlossen. Mitte 2021 startete das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung mit dem Auftrag des Landtages eine Neuausrichtung der Alleenkonzeption. Als Kernproblem für den Erhalt der Alleen gilt fehlende Flächenverfügbarkeit. Beim Termin in Bad Belzig sagte Beermann dazu: „Wenn nur ein Landbesitzer sich quer stellt, kann die gesamte Allee nicht realisiert werden“. Zudem hätten sich die Gesamtkosten für Pflanzungen seit 2007 verdreifacht. Die Vorlage der neuen Alleenkonzeption in Kabinett und Parlament ist für 2023 vorgesehen.