Mehr als zwölf Jahre ist es her, dass die Stiftung Begegnungsstätte Schloss Gollwitz aus dem einstigen Herrensitz der Familie von Rochow einen Ort der Begegnung für jüdische und nichtjüdische Menschen gemacht hatte. Ein Ort für politische Bildungsarbeit und Jugendbegegnung, der nunmehr gewachsen ist. Nun wurde an der Schlossallee, wo 2019 noch das alte Pfarrhaus stand, das „neue Pfarrhaus“ eingeweiht. Namentlich geschuldet dem Standort, den sich die Stiftung via Erbbaupacht von der Kirchengemeinde gesichert hat. Der für 2,59 Millionen Euro entstandene, von Bund und Land mit 725.000 beziehungsweise 1,055 Millionen Euro, geförderte Neubau dient als Seminar- und Gästehaus und somit der Weiterentwicklung der Jugendbildungsstätte, die seit Juli 2021 auch die „Akademie für die Kinder- und Jugendparlamente“ im Land Brandenburg ist.

Nun 60 plus 16 Betten

Bislang standen 60 Betten in 21 Übernachtungszimmern im Schloss zur Verfügung, nun weitere zwölf Zimmer mit insgesamt 16 Betten. Dazu zwei neue Seminarräume, ein Büro und eine große Außenfläche, die schon hübsch begrünt ist, als Parkplatz und Streetsoccerfeld genutzt wird und laut Stiftungs-Geschäftsführer Dr. Niels Haberlandt weiterentwickelt werden kann – zum Klassenzimmer im Freien, zur Sitzecke und zum öffentlichen Spielplatz.

Gollwitz` neues Ortszentrum

Passend zum neuen Ortszentrum, zu dem sich das sanierte Schloss- und Kirchenensemble entwickelt hat. „Der Erweiterungsbau“ ist laut Prof. Dr. Peter-Andreas Brand „ ein beredtes Zeichen dafür, dass es diese Bildungsangebote im Land braucht und dass sie angenommen werden. Wir wollen weiterhin junge Menschen immun machen gegen Hasse und Hetze und begeistern für Demokratie.“