Brandenburg an der Havel: 22.000 Besucher: 2019 war für das Industriemuseum das bisher erfolgreichste Jahr

Die Rückkehr des Brennabor IDEAL aus den Zwanzigerjahren ins Industriemuseum war ein weiterer Höhepunkt dieses Jahres, zu dem sich das Team des Industriemuseums passend in Schale schmiss.
privatAm historischen Siemens–Martin–Ofen trafen sich 2019 dabei sowohl Gäste aus ganz Europa, Afrika und Asien, Nord– und Südamerika und sogar Australien. Sie alle bestaunten die gigantischen Anlagen des Museums und ließen es sich nicht nehmen, an den vielfältigen Museumsveranstaltungen teilzunehmen, die in diesem Jahr geboten wurden.
Klassentreffenstimmung herrschte etwa bei der Eröffnung der Ausstellung zum Arbeitervarieté im September, während das Publikum den Orgelkonzerten in der Kokillenhalle eher andächtig lauschte. Vergnüglich geswingt wurde zudem beim Hannes–Zerbe–Jazzorchester in der Gießhalle. Die Konzertperformance „In Flammen geboren“ dagegen verband den Konzertbesuch mit einem Rundgang durch das Technische Denkmal, wobei die Musiker übernahmen die Führung übernahmen.
Zu einem absoluten Höhepunkt des Museumsjahres wurde zudem der „Wendejahrmarkt“ anlässlich des 30. Jahrestages der Demokratischen Revolution in der DDR. Das Museum füllte sich dabei für ein ganzes Wochenende mit Rummelmusik, Lachen und dem Rattern des Glücksrades.
Wie schon seit mehreren Jahren verwandelte sich das Industriemuseum im Juli außerdem in eine riesige Oldtimerausstellung: Hunderte Fahrzeuge, Oldtimerfreunde und Gäste besuchten das jährliche Oldtimer– und Motorsporttreffen und schauten gebannt den Vorführfahrten der historischen Fahrzeuge und der halsbrecherischen Wettfahrt der jungen Ingenieurinnen und Ingenieure in ihren zukunftsweisenden Seifenkisten zu.
„Wir freuen uns auch, dass wir wieder Gastgeber verschiedener Tanzveranstaltungen sein durften und erinnern uns gern an die großartige Stimmung während der Europameisterschaft im Freestyle–Skateboarding“, resümiert Marius Krohn und gibt weiter an: „Dieses fantastische Museumsjahr wäre allerdings ohne unsere vielen Partner in der Stadt und in der Region nicht möglich gewesen. An erster Stelle steht dabei der 1. Brennaborverein Brandenburg an der Havel e.V., unser Kooperationspartner für die Brennaborausstellung. Aber auch die Freie Musikschule, die Galerie Sonnensegel, der DRK–Kreisverband Brandenburg oder der Humanistische Regionalverband waren verlässliche und kreative Partner bei der Umsetzung zahlreicher Projekte. Dem MC Blütenstadt Werder (Havel) e.V. und Stefan Zimmermann gilt zudem unser Dank für die Organisation des Oldtimer– und Motorsporttreffens und der Kulturverein Päwesin e.V. sorgte für den Erfolg des Wendejahrmarktes.“
Finanzielle Unterstützung erhielt das Industriemuseum dabei im vergangenen Jahr erneut von seinen stetigen Förderern, der Stadt und dem Land Brandenburg. Zudem wurde das Seifenkistenrennen in diesem Jahr durch ein Sponsoring durch die Remine GmbH unterstützt. „Auch die Mittelbrandenburgische Sparkasse hat uns durch ihre Spenden sehr geholfen“, so Krohn.
Trotz der guten Nachrichten: Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den neun Mitarbeitern des Industriemuseums nicht. Für das Jahr 2020 steht bereits ein „Einheit–Jahrmarkt“ auf dem Programm, die Skater kommen zurück und auch das Oldtimer– und Motorsporttreffen ist bereits in den Kalender eingetragen.
Die Museumsmannschaft und der Vorstand des Fördervereins Stahlmuseum Brandenburg an der Havel e.V. wünschen nun jedoch erst einmal eine gesegnete Adventszeit, fröhliche Weihnachten und ein frohes neues Jahr.