Buchvorstellung
: Die Steinerne Brücke: Verbindende Kurzgeschichten aus dem Havelland

Die Schreiberwerkstatt Schönwalde hat ihr zweites Werk vorgelegt. Es enthält 38 Kurzgeschichten aus dem Havelland und Berlin-Spandau
Von
Silvia Passow
Schönwalde-Glien
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Die Bürgermeister von Dallgow-Döberitz, Jürgen Hemberger (li.) und Schönwalde-Glien , Bodo Oehme (re.), und vier der sechs Autoren (v.li.: Nicola Menzel, Reinhold Ehl, Elisabeth Rosche und Andrea Wojtynek) zur Buch-Vorstellung "Die Steinerne Brücke".

Silvia Passow

Herausgekommen sind 38 unterhaltsame Kurzgeschichten, die allesamt ihren Geburtsort im Havelland oder Spandau haben und von deren Menschen und Geschichten und geschichtsträchtigen Orten handeln. Mit Herzenswärme und Schwung, Humor und Frische erzählen die Autoren von Land und Leuten. Die Autoren haben sich inspirieren lassen und nehmen den Leser mit durch die Wiesen und Felder, auf die Türme der Stadt und in die weite Landschaft des Havellandes. Dabei kann es geheimnisvoll und mystisch zugehen, wie etwa am Nymphensee oder wenn der Leser das Licht von Brieselang verfolgt. Es geht durch die ehrwürdigen Bauwerke der alten Stadt Spandau, der Zitadelle und dem Fort, vor seinen Toren. Die Reise führt in dunkle Wälder, zu lustigen Begebenheiten, direkt aus dem Leben ins Buch geschwappt oder der Fantasie entsprungen. Da gehört ein düsterer Krimi genauso ins Bild, wie tierische Abenteuer aus der Heide.

Sechs Autoren haben gewirkt und jeder seine ganz persönlichen Spuren hinterlassen. So hat zum Beispiel Elisabeth Rosche lyrische Perlen in die Geschichten gestreut. Klaus Brenneisen und Michael Krug haben die Orte des Geschehens porträtiert und setzen damit auch ortsunkundige Leser ins Bild. Nicola Menzel lässt Theodor Fontane in einem Brief an seine Tochter über seine Erlebnisse in Seeburg berichten. Und nur eine Geschichte zuvor erfährt der Leser Erstaunliches über Reinhold Ehls Begegnungen mit den Tieren in der Döberitzer Heide. Und wenn Andrea Wojtynek aufs Land geht, mag man ihr gern folgen.

Das Buch haben die sechs Autoren in Eigenregie hergestellt. Das Cover stammt von Nicola Menzel und wie schon bei „Made in Schönwalde“ sollen sich hier die historischen Aspekte mit der Moderne, wieder symbolisiert durch einen Skateboard-Fahrer, mischen. Die Brücke selbst ist das verbindende Element, führt von Berlin-Spandau hinüber ins Havelland. Und verbinden, das ist auch die Idee der Regionalparks, die Berlin und das umgebende Brandenburg grenzenlos erlebbar werden lassen.

Wer hineinlauschen und die Autoren kennenlernen möchte, der sollte sich den 22. November schon mal im Kalender notieren. Um 19 Uhr werden die Autoren in der Bibliothek Schönwalde aus dem neusten Werk lesen. Auch Fahrradtouren zu den Originalschauplätzen der Geschichten sind für das kommende Jahr geplant.

Fazit: Wirklich lohnenswertes Buch mit unterhaltsamen und manchmal auch nachdenklich stimmenden Geschichten aus der Nachbarschaft. Macht Lust auf den nächsten Sonntagsausflug. Nebenbei erfährt der Leser viel Wissenswertes über die Region. Und Achtung: Weihnachtsalarm! Mit diesem Buch lässt sich bei Berliner und Brandenburger Freunden vortrefflich Danke sagen.

Das Buch „Die Steinerne Brücke“ kostet 10 Euro und ist in der Bibliothek Schönwalde und den Rathäusern der Gemeinden Schönwalde, Brieselang und Dallgow-Döberitz erhältlich.