Coronavirus: Zwei Verdachtsfälle im Brandenburger Klinikum nicht bestätigt

Das Coronavirus breitet sich aus – und mit ihm die Angst bei den Brandenburgern. Stadt und Klinikum sehen sich jedoch gut für den Ernstfall vorbeireitet.
Xander Heinl/SymbolbildAuch im Brandenburger Klinikum gab es zwei Verdachtsfälle im Februar, wie Björn Saeger, Referent der Geschäftsführung, bestätigte. Beide Fälle wurden seinen Angaben zufolge jedoch negativ getestet.
Dennoch machen sich Unsicherheit und Angst breit – auch in Brandenburg an der Havel. Einige Apotheken berichten über gestiegene Käufe von Mundschutz und Desinfektionsmitteln und auch bei vielen Bürgern geht Sorge um. „Ich habe schon etwas Angst, mich mit dem Virus zu infizieren. Man hört ja jeden Tag neue Meldungen und hat das Gefühl, das Virus kommt näher. Gerade nach den Meldungen aus Italien wurde es irgendwie realer“, schildert die Brandenburgerin Renate Meisner. Ihr 74-jähriger Mann Wolfgang bestätigt: „Wenn in Brandenburg erste Infizierte bekannt würden, würde ich noch mehr versuchen, Körperkontakt zu anderen Menschen zu vermeiden.“
Die zuständigen Behörden zeigen sich bislang jedoch entspannt. Wie seitens des Gesundheitsamts durch eine Rathaussprecherin bestätigt wurde, gäbe es „entsprechende grundsätzliche Planungen, die für eine Seuche bzw. Pandemie gelten“.
Schließungen von Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Behörden seien in der aktuellen nicht geplant.
Dennoch empfiehlt das Gesundheitsamt vermehrt auf Hygiene zu achten. Die Meldekette werde im Verdachtsfall dann durch das Infektionsschutzgesetz bestimmt. Entsprechend dem Infektionsschutzgesetz und den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes würden die Betroffenen zu Symptomen, Aufenthaltsorten, Kontakten befragt, eine Diagnostik bei begründeten Verdachtsfällen koordiniert und gegebenenfalls Maßnahmen der Absonderung, also Quarantäne, für die Betroffenen und ihre Kontaktpersonen angeordnet.
Auch Städtischen Klinikum zeigt man sich für den Ernstfall gerüstet: „Zum Schutz der Mitarbeiter haben wir die notwendige persönliche Schutzausrüstung vorrätig. Diese Ausrüstung im Klinikum entspricht den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts“,, informiert Saeger weiter. Eine entsprechende Schutzausrüstung werde auch dann angelegt, wenn es um andere hoch ansteckende Krankheiten wie Influenza und Tuberkulose gehe. Generell verfahre man nach der vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Abklärung von Verdachtsfällen in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. Zunächst würden erkranke Patienten stationär behandelt, die Laborwerte nach Berlin gesandt und dort ausgewertet. „Eine allgemeingültige Prognose zum weiteren Behandlungsverlauf kann man nicht geben“, so Saeger.
Er bestätigte weiter, dass in den Bereichen, in denen es zu einem möglichen ersten Kontakt mit infizierten Patienten kommen kann, also in der Notaufnahme und im interdisziplinären Ambulanzzentrum, die Beschäftigten in einer Fortbildung persönlich geschult wurden. Zudem seien alle Mitarbeiter des Hauses schriftlich über die aktuellen RKI-Empfehlungen informiert.