Covid-19-Versorgung
: Kliniken in Potsdam und Teltow-Fläming schließen sich Krankenhauskooperation an

Die seit dem 6. April aktive Krankenhauskooperation von Kliniken in Westbrandenburg hat sich um sieben neue Mitglieder erweitert.
Von
BRAWO
Brandenburg
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Die seit dem 6. April aktive Krankenhauskooperation von Kliniken in Westbrandenburg unter Federführung des Städtischen Klinikums in Brandenburg an der Havel hat sich um sieben neue Mitglieder erweitert.

Städtisches Klinikum

Neue temporäre Mitglieder des Krankenhausnetzwerks sind das Ernst von Bergmann Klinikum in Potsdam, das Ernst von Bergmann Klinikum in Bad Belzig, das Alexianer St. Josefs aus Potsdam, das Evangelische Zentrum für Altersmedizin in  Potsdam, die Oberlinklinik aus Potsdam, das Evangelische Krankenhaus in Ludwigsfelde-Teltow und das KMG Klinikum Luckenwalde.

COVID-19 Patienten können innerhalb dieses Netzwerks barrierefrei gesteuert werden. Dadurch wird die bestmögliche Versorgung für die Patienten erreicht und gleichzeitig die Funktionsfähigkeit aller beteiligten Krankenhäuser gesichert.

Aufgrund der aktuellen Situation in Potsdam wird jedoch die zentrale Koordinierungsstelle des Netzwerks bei der Patientensteuerung behilflich sein. Dazu Gabriele Wolter, Geschäftsführerin Städtisches Klinikum Brandenburg: „Wir werden gemeinsam mit unseren Netzwerkpartner die Krankenhäuser  in Potsdam und Teltow-Fläming bei der Patientensteuerung bestmöglich unterstützen.“

Dr. Matthias-Hagen Lakotta, Vorstand der RECURA Klinken AG, sagte außerdem: „Die trägerübergreifende Kooperation aller Krankenhäuser aus Potsdam, Brandenburg/Havel, Havelland, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming ist beispielgebend und ein Sinnbild für die Funktionsfähigkeit der Krankenhauslandschaft. Das ist ein hoffentlich beruhigendes Signal an die Bevölkerung.“

Kernelement der Klinikkooperation ist eine abgestimmte und zentral gesteuerte Arbeitsteilung zwischen den Kliniken unterschiedlicher Versorgungsstufen und den Fachkliniken im Versorgungsgebiet. Ein Bestandteil der Kooperationsvereinbarung ist die zentral organisierte Patientensteuerung. So können Krankenhausbetten für schwer erkrankte COVID-19-Fälle gezielt freigehalten und Transportressourcen geschont werden. Die Kliniken mit intensivmedizinischen Betten werden entlastet, indem auch Patienten ohne COVID-19-Erkrankung unkompliziert verlegt werden können.

Dr. Martin Spielhagen, Ärztlicher Direktor des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen: „Es ist selbstverständlich, dass die Lungenfachklinik Treuenbrietzen als Gründungsmitglied der Kooperation und als größte ihres Fachs im Land Brandenburg jede Unterstützung in Richtung der Landeshauptstadt und benachbarter Regionen gibt, die für ein partnerschaftliches Miteinander in der Patientenversorgung nötig sind, so lange der Bedarf dafür besteht.“

Nach Etablierung einer Koordinierungsstelle in Potsdam wird das Ernst von Bergmann Klinikum die Koordinierung der Patienten aus Potsdam und Teltow-Fläming zu gegebener Zeit wieder selbst übernehmen.