Der Fachbereich Technik der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) hat einen neuen Dekan gewählt: Am 1. Januar 2021 übernahm Prof. Dr.-Ing. Steffen Doerner die Amtsgeschäfte vom bisherigen Dekan Prof. Dr.-Ing. Thomas Götze. Der 62-jährige Thomas Götze möchte sich in den letzten Jahren vor dem Ruhestand vorrangig auf seinen Lehrstuhl für Mechanische Antriebstechnik konzentrieren. Somit bewarb sich Steffen Doerner mit 47 Jahren auf das Amt des Dekans.

Den Fachbereich nach außen sichtbarer machen

Ein Dekan zeichnet für die Leitung eines Fachbereichs verantwortlich und beeinflusst damit stark die Profilierung von Forschung und Lehre. Genau hier hofft der Magdeburger Steffen Doerner, Zeichen zu setzen: „Ich möchte den Fachbereich nach außen sichtbarer machen. Wir haben mit unserem neuen Bachelor-Studiengang Elektromobilität und anderen Fächern zukunftsträchtiges Expertenwissen und auch spannende Forschungsthemen zu bieten, zum Beispiel zu intelligenten vernetzten energieeffizienten Sensorsystemen.“ Zudem wolle er das gemeinsame Identitätsgefühl und die fachübergreifende Zusammenarbeit stärken. Sein Vorgänger Thomas Götze habe hier bereits gute Arbeit geleistet, auf die er weiter aufbauen möchte.

Studium in Magdeburg, Großbritannien und Japan

Steffen Doerner ist seit 2012 Professor für Elektronik an der (THB) und seit 2014 im Senat der Hochschule sowie im Fachbereichsrat engagiert. Er hat Elektro- und Informationstechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie in Großbritannien und Japan studiert und 2008 in Magdeburg promoviert.

An Forschungsprojekten beteiligt

Mit beruflichen Erfahrungen in der Software- und Hardwareentwicklung bei mehreren klein- und mittelständischen Unternehmen im Bereich Prozessanalytik forschte er früh zu chemischen und physikalischen Sensoren. An der Technischen Hochschule Brandenburg brachte er sein Fachwissen unter anderem beim dreijährigen Forschungsprojekt MIDRAS (Mikrodrohnen Abwehrsystem) ein, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Dabei untersuchten mehrere Arbeitsgruppen an der THB innerhalb eines Forschungsverbundes, wie kleine feindliche Drohnen abgewehrt werden können. Diese kommen zum Beispiel beim Drogenschmuggel zum Einsatz. Steffen Doerner entwickelte für das Projekt gemeinsam mit Kollegen spezielle Akustiksensoren, die anfliegende Drohnen erkennen und orten können.