Entsorgung: Lieber Tonne statt Sack

Einen Auszug der Ergebnisse der Umfrage zeigt die Grafik. Quelle: Stadt
StadtInsgesamt nahmen 3.107 Teilnehmer an der Umfrage teil.
Mit 68,9 Prozent gab die Mehrheit der Befragten an, dass sie ihre Verpackungsabfälle gern in einer Gelben Tonne sammeln möchte. Differenziert man dabei nach Wohnort oder Wohnform, ergeben sich nur geringfügige Abweichungen. Als Argumente für die Gelbe Tonne und gegen den Gelben Sack wurden vor allem durch Tiere oder Wind zerrissene Gelbe Säcke genannt.
Zusätzlich wurde nach der Meinung zur Einführung einer Wertstofftonne gefragt. Sie würde den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne ersetzen. In der Wertstofftonne dürfen neben Verkaufsverpackungen zusätzlich auch andere Gegenstände aus Kunststoff und Metall, zum Beispiel Spielzeuge, Töpfe, Pfannen etc. entsorgt werden. Die Mehrheit befürwortete mit 65,1 Prozent die Einführung einer Wertstofftonne, selbst bei einer geringfügigen Abfallgebührensteigerung.
Vielen Teilnehmern ist jedoch das aktuelle System der Verpackungsentsorgung nicht präzise klar. So gab mit 42,36 Prozent fast die Hälfte der Befragten an, dass die bisherige Trennung für sie nicht nachvollziehbar sei. Und selbst von den 57,64 Prozent der Befragten, die der Meinung waren, das System zu verstehen, warfen 48,8 Prozent Dinge wie Zahnbürsten, Brotdosen oder Einwegrasierer in den Gelben Sack. Diese Nichtverpackungen gehören dort nicht hinein.
Die Verhandlungen mit den sogenannten Systembetreibern sind bereits angelaufen. Die Systembetreiber sind Unternehmen der privaten Entsorgungswirtschaft, die sich um die Einsammlung und Verwertung von Verpackungen kümmern müssen.
Die Stadt Brandenburg an der Havel als öffentlich–rechtlicher Entsorgungsträger vertritt bei den Verhandlungen die Interessen der Bürger. Die Systembetreiber vertreten hingegen die privatwirtschaftlichen Interessen. Die Stadt Brandenburg an der Havel wird sich in den weiteren Verhandlungen dafür einsetzen, dass eine bestmögliche Lösung im Sinne aller Bürger erreicht wird.
Die Stadtverwaltung dankt den Teilnehmern der Umfrage für das große Interesse am Thema Verpackungsentsorgung und die zahlreiche Beteiligung.