Finanzen in Corona-Zeiten: Falkensee droht keine Haushaltssperre

Alles im grünen Bereich im Geldsäckel der Stadt Falkensee. Auch in der Corona-Zeit droht in der Gartenstadt keine Haushaltssperre.
Silvia PassowDas Zauberwort heißt Entwarnung, vorerst jedenfalls, sagte Müller mit Blick auf die Stadtkasse. Alle Investitionen würden wie geplant getätigt, zu Verzögerungen komme es eher durch die ausführenden Firmen oder durch Materialengpässe, so der Verwaltungschef. „Ich sehe keinen Grund für Warn-Meldungen.“
Die Kreisumlage bleibt unverändert, bei den Einkommenssteuern gebe es „keine aufregenden Veränderungen“, sagt Müller. Was aus seiner Sicht für Falkensee gerade positiv wirkt, ist, dass es es nicht den einen signifikanten Arbeitgeber gibt, der eine große Zahl von Einwohnern beschäftigt und diese nun in die Kurzarbeit schickt. Auch bei der Gewerbesteuer tut sich, laut Müller nicht viel, sie unterliege den üblichen Schwankungen.
Was die Ausgaben angeht, sieht Müller kaum außergewöhnliche Corona-Belastungen für Falkensee. Die Kita-Schließungen sind für die Stadt kostenneutral, das Waldbad ohnehin ein Zuschussgeschäft, bei dem man derzeit Personal und Reinigungskosten spare. Auch die gerade ungenutzt dastehende Stadthalle fällt laut Müller nicht ins Gewicht und er geht davon aus, dass diese ab September wieder öffnen wird und dann eine große Auslastung haben wird. Eine dichte Folge von Veranstaltungen würden dann anstehen, da so viele abgesagt bzw. verschoben wurden.
Auch die Sporteinrichtungen schlagen ohne die Einnahmen nicht sonderlich zu Buche. Ähnlich sieht es bei den Kultureinrichtungen aus. Die Einnahmen von Museum und Co seien nicht relevant, sagt Müller. Ganz anders sehe es bei den sozialen Aspekten aus. Das Fehlen all dieser Einrichtungen hinterlasse Lücken und schaffe Probleme, so der Bürgermeister.