„Zur Erinnerung an das hier in den Jahren 1865/67 erbaute Schulgebäude, das ‚von Saldern’sche Realgymnasium‘“ steht auf dem großen Gedenkstein inmitten der Grünanlage am Salzhofufer – der dritte Standort in der langen Geschichte des von-Saldern-Gymnasiums, nachdem sich auch der Gotthardtkirchplatz 9 als zu klein erwiesen hatte. Nun also der Salzhof, an dem zuvor noch ein altes Backsteingebäude gestanden hatte, das u.a. St. Gertrud-Hospital und zuvor Brauhaus des Franziskanerklosters war und ab 1652 als Salzniederlage für die Stadt genutzt worden war. Weil das Salzmonopol der Stadt ohnehin in jener Zeit auslief (zumindest aber im Namen Salzhof fortbesteht), wurde an dessen Stelle am 5. September 1865 der Grundstein für die neue Saldria gelegt, die am 8. April 1867 eingeweiht werden konnte.

Ein imposantes Gebäude öffnete sich am 8. April 1867 für Brandenburgs Saldrianer

Ein imposantes Gebäude, das zusammen mit der benachbarten Villa links und der Johanniskirche rechts ein hübsches Ensemble bildete und für fast 80 Jahre stadtbildprägend war. Die Schule „wurde am 31. März 1945 durch einen Luftangriff zerstört“, ist dem Gedenkstein zu entnehmen. Auch, wer den Tod unter den Trümmern fand. Die Saldern-Schule musste abermals weiterziehen, wurde vorübergehend aufgesplittet, um am Wredowplatz die nächsten Jahrzehnte fortzubestehen. Am Salzhof sind sämtliche Schulmauern verschwunden und stattdessen der Humboldthain ausgedehnt worden. 1994 gesellte sich ein Wasserwanderrastplatz mit 130 Meter langem Schwimmsteg („Am Slawendorf“) zum Salzhof. Das von Einheimischen und Touristen geliebte Ufer wurde im Jahr 2012 für 1,8 Mio. Euro aufgewertet und einladender gestaltet und für Festivitäten wie das Havelfest fit gemacht.