Die Fertigstellung der Bahnlinie Berlin-Magdeburg im Jahr 1846 und die Einweihung des Brandenburger Bahnhofes am 07. August wirkten wie eine Initialzündung für die Stadt. Zählte sie 1840 kaum 15.000 Einwohner, waren es im Jahr 1900 schon fast 50.000. Wobei Besiedlung und Industrialisierung Hand in Hand gingen. Das stadtweit bald größte Unternehmen schufen die Korbmacher-Brüder Adolf, Carl und Hermann Reichstein 1871 mit der Gründung der Brennabor-Werke, die stadtbildprägend für die Bahnhofsvorstadt werden sollten und sich weit über die Schützenstraße (Geschwister-Scholl-Straße) ausdehnten.

Der Bahnhof strahlt aus

In der Werderstraße dominierten die Corona-Fahrradwerke und das Bahnhofshotel markierte den Eingang zur Kleinen Gartenstraße und somit das Vis-á-vis des Bahnhofsgebäudes. Das zählt heute zu den ältesten an der Strecke erhaltenen und strahlt nach grundlegender Sanierung durch die wobra Wohnungsbaugesellschaft Brandenburg mbH im Jahr 2014 schöner denn je – an der Westseite ergänzt durch zwei stählern-gläserne Pavillons, die zugleich den ebenfalls im Jahr 2014 durch die Stadt Brandenburg aufgehübschten Bahnhofsvorplatz (samt Sitzmöbel, Grün und eine in den Boden eingelassene 250 Meter lange Stadtsilhouette samt Entfernungsangaben zu Sehenswürdigkeiten) schmücken.

Rund um den Bahnhof tut sich was

Die Straßenbahn war da längst einige Meter abgerückt – und zwar beim Ausbau der Straße „Am Hauptbahnhof“ zum vierspurigen Zentrumsring 1971-73. 2013 bekam der Hauptbahnhof den Zentralen Omnibusbahnhof der Brandenburger Verkehrsbetriebe (VBBr) östlich zum Nachbarn.

Einst und jetzt



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