Aus „Brandenburg (Havel) – Ein Führer durch die Chur- und Hauptstadt und ihre Umgebung“ (1926), bearbeitet von Friedrich Grasow: „Den Aufgang zu dem sich 50 m über die Stadt erhebenden Marienberg bildet die von dem Kommerzienrat E.P. Lehmann geschenkte Bismarckhöhe, die in Terrassen ansteigt, die teils durch Treppen, teils durch Wegerampen miteinander verbunden sind. Durch einen schmalen Anlagestreifen gelangen wir auf die unterste Terrasse, die ein Wasserbecken mit einem Springbrunnen enthält. Auf der Böschung der nächst höheren Terrasse erblicken wir das aus immergrünen Pflanzen gebildete Wappen Bismarcks (Kleeblatt mit Eichenblättern in den Winkeln).

Mit Rosengarten mit Muschelgrotte

Die zweite Terrasse enthält einen Rosengarten mit Muschelgrotte. Weiter aufwärts steigend, gelangen wir auf eine langgestreckte Terrasse mit einer Rasenbahn und von Linden überwachsenen Laubengängen. Eine Treppenanlage führt auf dem Platz vor der Warte. Das Mosaikpflaster davor enthält den Wappenspruch Bismarcks: In trinitate robur (im dreieinigen Gott meine Kraft).

„Getreue Brandenburger ihrem Bismarck“

Die Bismarckwarte wurde nach dem Entwurf des Architekten Bruno Moehring aus freiwilligen Beiträgen Brandenburger Bürger erbaut und am 1. April 1908 eingeweiht. Ihr Grundriß hat die Form eines einfachen Kleeblattes, des Bismarckschen Wappenzeichens. Die aus märkischen Findlingen errichtete runde Vorderwand enthält in einer Nische die überlebensgroße Büste Bismarcks aus Muschelkalk von Professor Hugo Lederers Meisterhand. Oben ruht auf schlanken Granitsäulen die mächtige Kupferpfanne, die zum Abbrennen von Feuern an vaterländischen Gedenktagen bestimmt ist. Ueber dem Eingang zur Warte an der Hinterseite lesen wir die Widmung: „Getreue Brandenburger ihrem Bismarck“.