Von der Hohenzollernstraße, die laut „Einwohnerbuch 1938/39 Brandenburg (Havel)“  nur noch bis zur Fontanestraße reicht, zweigt nun rechts die Burggrafenstraße ab und führt über die Fontanestraße hinweg gen Silokanal. Dem Verlauf des ursprünglichen Fußweges zwischen Silokanal und Magdeburger Straße entsprach jedoch die Hohenzollernstraße, die vermutlich mit Entstehen der Opel-Werke (1935) eingekürzt wurde, indes die Gördenbrücke erst nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg nachrückte und etwa 150 Meter östlich – nun im geraden Verlauf der 1946 in August-Bebel- umbenannten Burggrafenstraße – entstand. Ausgedient hatte indes auch die „Hohenzollernstraße“, die seitdem Karl-Marx-Straße heißt.

Der Bau- und Sparverein zu Brandenburg prägte den Straßenzug

Baulich war sie zuvor schon vom Bau- und Sparverein zu Brandenburg (Havel) geprägt worden, der 1935/36 beidseitig Mietwohnhäuser entstehen ließ. Gen Marienberg parallel und rechtwinklig zur Straße, gegenüberliegend straßenbegleitend. Dank der GWG Neuer Weg, die das genossenschaftliche Erbe hütet, ist das Ensemble frisch saniert. In der Denkmaltopographie für die Stadt Brandenburg an der Havel steht: „Die qualitätvolle und gut erhaltene Anlage ist die erste der größeren Brandenburger Siedlungen, die in der durch den Ausbau der Rüstungsindustrie bedingten Aufschwungphase der dreißiger Jahre entstanden.“ Zum Allee-Charakter der Straße tragen ein begrünter, um 1920 mit Linden bepflanzter Mittelstreifen bei. 1969 gesellte sich ein Gedenkstein für Namensgeber Karl Marx hinzu.

Einst und jetzt

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