Seit 1997 war sie im Heizkraftwerk in der Upstallstraße im Einsatz, hat rund 1,5 Millionen MWh Wärme und 1,1 Millionen MWh Strom produziert. Nach 59.133 Betriebsstunden und 7.241 Starts war Montag nun ihr Lebensende erreicht.
Benannt nach Mitarbeiterinnen des Wärmebereichs der StWB erzeugten „Marion“ und „Kerstin“ lange Zeit gemeinsam auf der Basis von Erdgas Wärme, um ganze Stadtteile zu versorgen. Bereits im letzten Jahr musste die andere der beiden Turbinen gegen eine gebrauchte Austauschmaschine ersetzt werden. Nun also auch Kerstin. „Kostengünstiger“ Ersatz war beschafft und traf zu Wochenbeginn ein.

Generalüberholte Turbine genügt, weil Premnitz bald Brandenburg einheizt

Die angelieferte Gasturbine ist wegen der Kosten und Zukunftsaussichten „nur“ eine generalüberholte und wird ab jetzt nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung Wärme und Strom in der Upstallstraße produzieren. „Nach Inbetriebnahme der Fernwärmetrasse von Premnitz nach Brandenburg an der Havel wird sich für die Turbine eine ganz andere Nutzung als bislang ergeben. Um Kosten zu reduzieren, haben wir uns daher für eine gebrauchte Maschine entschieden, die im Heizkraftwerk in der Upstallstraße die Besicherung der Fernwärmeversorgung im Falle von Störungen gewährleistet“, sagt Gunter Haase, technischer StWB-Geschäftsführer.
Die Stadtwerke errichten derzeit eine Fernwärmetrasse von der thermischen Abfallverwertungsanlage Premnitz nach Brandenburg an der Havel, um künftig die dort anfallende Wärme für die Versorgung der Stadt zu nutzen.