Hintergründig
: Auf Streifzügen mit der Kirchenkatze

Kinder können einmal im Monat auf Entdeckungstour mit der Brandenburger Kirchenkatze gehen. Sie führte am Pfingstwochenende in den Seelensdorfer Wald und Brandenburger Dom.
Von
Franziska Schober
Brandenburg/Havel
Jetzt in der App anhören

Gemeinsames Schmücken des Domaltars mit Birken aus dem Seelensdorfer Forst.

Franziska Schober

Die Kirchenkatze bietet seit vielen Jahren ein abwechslungsreiches Programm rund um den Brandenburger Dom und das Dommuseum. Einmal im Monat sind Kinder ab 5 Jahren und deren Eltern für eine Stunde herzlich eingeladen, die Katze auf ihren Streifzügen zu begleiten um mehr über die Geschichte des Doms zu erfahren.

Der Wald im Allgemeinen, und der Seelensdorfer Forst im Speziellen, stellt in diesem Jahr das Leitthema dar. Der nunmehr 700–jährige kirchliche Besitz des Forstes wird gebührend mit einer Sonderausstellung im Museum, Gottesdiensten im Grünen und Konzerten gefeiert. Natürlich lässt sich auch die Kirchenkatze nicht lumpen und mischt kräftig mit. So führte sie die Kinder bereits mehrfach in den Wald, um gemeinsam mit dem Förster Bäume zu pflanzen und den Vögeln zu lauschen. Auch im Dom sichtete die Gruppe abermals Teile des Waldes in Form von Holz und Kerzenwachs.

Am Samstag fanden sich acht Kinder und deren Eltern zusammen, um mit Museumsleiter Rüdiger von Schnurbein und Dom–Pfarrerin Susanne Graap mehr über das Pfingstfest zu erfahren und den Altar gemeinsam für den bevorstehenden Gottesdienst festlich zu schmücken. Aufgrund der Unwetterwarnungen wurde vom gemeinschaftlichen Schlagen der Birken im Wald abgesehen. Treffpunkt war somit direkt der Dom. Hier wurde zunächst der Altar unter reger Beteiligung der Gruppe interaktiv erkundet. Im Anschluss trugen die Kinder die vorbereiteten Birken, welche symbolisch die Lebenskraft darstellen, gemeinsam zum Altar. Auf beiden Seiten wurden nun die Birken aufgestellt und befestigt. Improvisierte Ziegelsteine stützten auch die widerwilligsten Stämme und sorgten für die notwendige Sicherheit. Nach getaner Arbeit ruhte die Gruppe unter den Birken aus und lauschte der Pfingstgeschichte Susanne Graaps. Traditionell verabschiedet sich die Kirchenkatze mit Kirchenkatzenkeksen von allen Kindern.

Auch in Zukunft möchte die Katze die interessanten Gefilde des Doms untersuchen und näher beleuchten. Ob mathematisches Geschick, traditionell modisches Know–How oder Christbaumschmuck herstellen — das Programm bleibt bunt. Ein weiterer Besuch im Wald ist im Herbst zum Erntedankfest geplant. Dann werden aus den gesammelten Kastanien und Früchten des Waldes Figuren, Tiere und Schmuck gebastelt.

Da die Katze ihre Kekse an diesem Samstagnachmittag vergaß, versprach sie eine doppelte Portion bei der nächstfolgenden Führung! So freuen sich die Kinder umso mehr auf die künftigen spannenden und aufschlussreichen Erlebnisse im Dom und im Wald.