IG Bau
: Mehr Geld für Dachdecker in Brandenburg an der Havel gefordert

Die IG Bau fordert mehr Geld für Dachdecker, darunter 70 in Brandenburger an der Havel. Die Verhandlungen dazu gehen am 7. Oktober in Frankfurt am Main weiter.
Von
Redaktion
Brandenburg an der Havel
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Auch in Corona-Zeiten viel zu tun: Dachdecker sollen mehr Geld für ihre Arbeit bekommen, fordert die IG BAU. Die Auftragsbücher der Firmen seien voll, die Wartezeiten für Handwerker lang.

IG Bau

Die rund 70 Dachdecker in Brandenburg an der Havel haben während der Pandemie voll durchgearbeitet und sollen nun an der guten Wirtschaftslage der Branche beteiligt werden. Das fordert die Industriegewerkschaft Bauen–Agrar–Umwelt (IG BAU).

„Die Auftragsbücher im Dachdeckerhandwerk sind voll, die Wartezeiten für Kunden lang. Für die Beschäftigten muss sich die körperlich anstrengende Arbeit auch im Geldbeutel bemerkbar machen“, sagt Rudi Wiggert, Bezirksvorsitzender der IG BAU Mark Brandenburg.

Monatlich 100 Euro mehr

Die Gewerkschaft verlangt in der laufenden Tarifrunde ein Lohn–Plus von 4,8 Prozent, 100 Euro monatlich mehr für Auszubildende sowie die Sicherung der Zusatzrente in der jetzigen Höhe.

Bislang hätten die Arbeitgeber jedoch kein Angebot vorgelegt, kritisiert Carsten Burckhardt vom IG BAU–Bundesvorstand, der die Verhandlungen führt: „Geht es nach den Unternehmen, sollen sich die Beschäftigten mit einer Nullrunde begnügen. Das ist eine Unverschämtheit — ebenso wie die Forderung nach Einschnitten bei der tariflichen Zusatzrente. Nur die allerwenigsten Dachdecker halten bis zum gesetzlichen Rentenalter durch. Und dann liegen die Bezüge oft deutlich unter 1.000 Euro. Deshalb ist eine Extra–Rente so wichtig. Hier darf den Beschäftigten nicht in die Tasche gegriffen werden — weder bei den künftigen Rentnern noch bei denen, die heute schon im Ruhestand sind“, so Burckhardt.

Verhandlungen in Frankfurt am Main

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Umsätze in der Dachdeckerei und Bauspenglerei in der ersten, von der Pandemie geprägten Hälfte des Jahres um 6,7 Prozent.

Die IG BAU ruft den Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks deshalb dazu auf, nun ein akzeptables Lohn–Angebot vorzulegen. Die Zusatzrente dürfe nicht angetastet werden.

Die Verhandlungen werden am 7. Oktober in Frankfurt am Main fortgesetzt.