Jazzfest: Jazzfreunde wagen Umzug ins Paulikloster

Markus Angelstein, Ferry Elsaßer und Wolfgang Uhlstein von den "Jazzfreunden Brandenburg" freuen sich auf die 24. Auflage des Jazzfestes, das erstmals im Kirchenschiff des Pauliklosters sowie in Kloster- und Friedgarten stattfinden wird.
MOZ.de„Wir wollen das Konzept des Jazzfest im Großen und Ganzen beibehalten, in einigen Bereichen aber Neues probieren. Deshalb wird der Bereich vor der Bühne im Klosterschiff in diesem Jahr bestuhlt werden. Hier soll es keine großartige Kommunikation geben“, so Markus Angelstein von den Jazzfreunden, die auf diesem Weg den musikalischen Genuss bzw. das Konzerterlebnis in den Vordergrund stellen wollen. „Dieser neue Bereich dient ein wenig als Test. Wir werden sehen, wie er angenommen wird. Ein großer Vorteil ist aber, dass wir durch die Verlagerung einer Bühne in den Innenraum unabhängiger von der Wetterlage als in den Vorjahren sind“, so Angelstein weiter.
Ein guter Mix aus Altbewährtem und Neuem erwartet das Publikum indes beim Programm: so wird es mit Christophs Reuters „Alle sind musikalisch! (außer manche)“ am Freitagabend ab 20 Uhr erstmals ein Musikkabarett geben. Dazu erwarteten die Besucher wieder zahlreiche Jazzmusiker aus der Region, etwa die Big Band der Freien Musikschule Brandenburg (Fr., 18 Uhr, Klostergarten), „Jazzocrazz (Sa., 18 Uhr, Klostergarten), "Jampression“ (Sa., 18.30 Uhr, Klosterschiff) oder das „Soccet Swing Trio“ (Fr., 19 Uhr, Friedgarten), bei denen der Brandenburger Martin Trompete und Schlagzeug spielt.
Dass Jazzmusik in der ganzen Welt zuhause ist, beweisen zudem Internationale Künstler wie der „Max Clouth Clan“ (Fr., 20.30 Uhr, Lions–Bühne) oder "Feven Yoseph“ (Sa. 20 Uhr, Klostergarten), die jazz– und äthiopische Klänge verknüpft. Außerdem wird Jazz in seiner ursprünglichsten Form, dem Blues, durch die „Jimmy Reiter Band“ (Fr. 22.30 Uhr, Klostergarten) zu erleben sein, deren namensgebendes Bandmitglied zu einem der besten jungen Gitarristen der europäischen Bluesszene zählt. „Besonders stolz sind wir auch, dass wir die Band ‚Triosence’, die am Samstag ab 21 Uhr im Klosterschiff zu erleben sein wird, für das Jazzfest gewinnen konnten. Sie sorgt überall in der Welt, wo sie auch auftritt, für mächtig Furore“, frohlockt Angelstein. Beibehalten wird im Konzept der Jazzfreunde auch die Jazz–Lyrik–Prosa. Sie wird am Samstag ab 19.30 Uhr im Friedgarten mit Anne Osterloh und Mike Zaka Sommerfeldt, die anlässlich Erich Kästners 120. Geburtstag bekannte und weniger bekannte Texte des Schriftstellers zu Tage fördern. Dazu liefert Heiner Frauendorf musikalische Variationen.
„Hier wird es dann natürlich auch Bierzeltgarnituren zum gemütlich Beieinander sein, Bratwurst und Bier geben, sodass die Besucher auf nichts verzichten müssen“, verspricht Ferry Elsaßer, stellvertretender Vorsteher des Jazzfreunde e.V.. Er verriet in diesem Zusammenhang auch, dass die Eintrittspreise fürs Jazzfest nach der Erhöhung im vergangenen Jahr stabil bleiben — trotz umfangreicheren Programms, das ausschließlich durch Profimusiker besetzt ist, und neuer Location.
Zu haben sind die Eintrittskarten fürs Jazzfest zum Preis von 20 Euro bzw. ermäßigt 15 Euro pro Tag unter www.jazzfreunde–brandenburg.de sowie an der Abendkasse. Fürs Kombiticket an beiden Tagen werden 30 Euro bzw. ermäßigt 25 Euro fällig.