Kiefernwälder
: Ausbreitung der Schadinsekten wird erwartet

Die Frühjahrsfraßgemeinschaften setzen den Kiefernwäldern der Zauche zu. Auch die anhaltende Trockenheit 2018 ist sicher nicht ohne Auswirkungen geblieben.
Von
Andreas Trunschke
Borkheide
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Das Amt Brück lässt gegenwärtig die Kiefernbestände in Borkheide untersuchen.

A. Trunschke

Dabei mussten erste Befallserscheinungen durch den Kiefernprachtkäfer festgestellt werden. Dem soll durch sogenannte Sanitärhiebe entgegengewirkt werden, das heißt, geschwächte Kiefern und in deren Umfeld stehende Bäume werden entfernt, um dem Käfer seine Nahrungsgrundlage zu entziehen. Für dieses Jahr wird dennoch eine weitere Ausbreitung der Schadinsekten erwartet, insbesondere in Richtung der innerörtlicher „Waldbestände“. Die Überwachungsmaßnahmen sind allerdings noch nicht abgeschlossen.

Zurzeit wird die Winterbodensuche durchgeführt. Dabei handelt es sich um das älteste und bewährteste Verfahren zur Überprüfung überwinternder Insektenstadien wie Raupen, Puppen oder Kokons. Gesucht wird in der Streuschicht, im Humus und im oberen Mineralboden. Der Vorteil ist, dass die zu überwachenden Insektenarten unbeweglich in ihrem Winterlager ruhen und gut aufgefunden werden können. Allerdings ist es auch eine sehr arbeitsaufwändig Methode, weshalb sie nur auf einigen Probeflächen durchgeführt wird. Nach dem Abschluss der Winterbodensuche werden die Ergebnisse an das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde übergeben, das eine zeitnahe Auswertung vornimmt und Hinweise zur weiteren Vorgehensweise gibt. Die bearbeiteten Flächen sollen mit Laubholz aufgeforstet werden. Dazu sollen die Aufforstungsverpflichtungen des Investors des neuen Wohngebietes „Neuendorfer Straße“ genutzt werden.