Eine Woche nach der Einlieferung eines fast verhungerten Babys in das Klinikum Brandenburg/Havel hat sich der Gesundheitszustand des kleinen Patienten deutlich verbessert. „Das Kind ist in einem deutlich stabilisierten Zustand“, sagte der Chefarzt der Kinderklinik, Hans Kössel, am Montag auf Anfrage. „Mögliche Spätfolgen sind aber noch nicht absehbar.“
Unterdessen hat die Kriminalpolizei Ermittlungen dazu aufgenommen, wie es zu dem schlechten Zustand des erst wenige Wochen alten Säuglings aus Rathenow (Havelland) gekommen ist. Ermittelt werde wegen des Verdachts der Verletzung der Fürsorgepflicht, sagte der Sprecher der Polizeidirektion West, Oliver Bergholz, am Montag.

Noch keine Information zu den Schuldigen

Zu möglichen Beschuldigten, gegen die ermittelt wird, machte der Sprecher keine Angaben. Auch das Landratsamt Havelland machte zunächst keine Angaben, ob sich das Jugendamt in diesen Fall eingeschaltet hatte.
Der erst wenige Wochen alte Säugling war am Montag vergangener Woche im Klinikum Brandenburg/Havel aufgenommen worden. Er war nach Angaben von Kössel fast verhungert. Tagelang kämpften die Ärzte um das Leben des kleinen Patienten.