Fünf Tage arbeiteten 25 Geigen- und zwei Bogenbauer in der Johanniskirche an ihren Geigen, Bratschen und Geigenbögen. Sie diskutieren, halten Vorträge und das Wichtigste: sie schauen sich gegenseitig über die Schulter und tauschen Erfahrungen aus.

Voneinander lernen steht im Vordergrund

Eingeladen hat Ian McWilliams, der in der Mühlentorstraße seine Werkstatt für Geigen, Bratschen und Celli hat und gekommen sind Kolleginnen und Kollegen aus Island, Mexiko, den USA, den Niederlanden, der Schweiz, der Türkei, Deutschland, Frankreich und Belgien. Dabei steht der Gedanke des gemeinsamen Arbeitens und des Lernens voneinander im Vordergrund. Für alle Teilnehmer hat Ian McWilliams Werkbänke gebaut, damit jeder seinen eigenen Arbeitsplatz hat, aber die Werkzeuge sind Teil der eigenen Ausrüstung und selbst mitgebracht.

Fünf Tage lang passiert der fachlich-musikalische Austausch hinter geschlossenen Türen, aber am Samstag, 21. August, ab 16 Uhr öffnen sie sich: dann wird die Kirche für interessierte Besucher und Besucherinnen zur offenen Werkstatt. Die Geigenbauer zeigen ihre Instrumente und Bögen, kurzum Proben ihres Könnens und stehen für Fragen zur Verfügung.

Abschlusskonzert als Höhepunkt

Als Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss des 1. Internationalen Geigenbauerworkshops in Brandenburg an der Havel findet ab 19.30 Uhr ein Konzert statt, welches von Antje Weltzer-Pauls, Violine, Kirstin Maria Pientka, Viola und Bernhard Barth, Cembalo gestaltet wird. Sie spielen ein abwechslungsreiches Programm mit Werken des 17. und 18. Jahrhunderts von J.S. Bach, Händel, Couperin, Biber, Tomkins und Pez. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Künstler wird gebeten.

Coronaregeln beim Konzertbesuch einhalten

Für die Teilnahme gelten natürlich die Bestimmungen der aktuellen Covid-Umgangsverordnung des Landes Brandenburg. Es werden die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher während des Aufenthalts erfasst. Die Einhaltung des Abstandsgebotes sowie das Tragen einer medizinischen Maske als Mund-Nasen-Bedeckung in der St. Johanniskirche ist weiterhin verpflichtend. Die Anzahl der Besucher ist ebenfalls begrenzt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Stadtmuseum Brandenburg an der Havel statt.