Platz für 320 Autos
: Falkensee: Park-and-Ride am Bahnhof Seegefeld soll kommen

Entwurfsplanung für den Parkplatz am Bahnhof Seegefeld in Falkensee: Auf dem 13.000 Quadratmeter großen Gelände an der Seegefelder Straße soll Platz für rund 320 Fahrzeuge entstehen.
Von
Silvia Passow
Falkensee
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  • Das Gelände vor den Bahnhofseingängen gehört der Bahn. Somit können hier die Parkplätze für Menschen mit Behinderung von der Stadt Falkensee nicht gebaut werden.

    Das Gelände vor den Bahnhofseingängen gehört der Bahn. Somit können hier die Parkplätze für Menschen mit Behinderung von der Stadt Falkensee nicht gebaut werden.

    Silvia Passow
  • Auf diesem Areal an der Seegefelder Straße entsteht der neue Park-and-Ride-Platz in Falkensee.

    Auf diesem Areal an der Seegefelder Straße entsteht der neue Park-and-Ride-Platz in Falkensee.

    Silvia Passow
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Vorgestellt wurde der erste Bauabschnitt, der Platz für 75 PKW, dazu zusätzliche Parkplätze für Menschen mit Behinderung und Eltern-Kind-Plätze, bietet. Sechs Stellplätze für Elektro-Autos mit drei Doppelladesäulen gehören zur Planung. Es wurde mit zehn Stellplätzen für Motorräder geplant und 202 Fahrradstellplätze soll es ebenfalls geben. Zehn Fahrradstellplätze werden in abschließbaren Boxen geplant. Dazu sogenannte Kiss-and-Ride-Bereiche, also für Kurzparker, anhalten, Küsschen geben, Mitfahrer Aussteigen lassen und Abfahrt.

Siebzehn Bäume sollen für Schatten sorgen, Gehwege, Beleuchtung und Entwässerung wurden vorgestellt. Zwei Ein- und Ausfahrten sollen auf beziehungsweise vom Parkplatz führen. Der 5.000 Quadratmeter große Bauabschnitt eins soll von sechs mit LED-Licht ausgestatteten Leuchten erhellt werden.

Laut Baudezernent Thomas Zylla soll der erste Bauabschnitt im Jahr 2022 fertiggestellt sein und rund 1,4 Millionen Euro kosten. In dem Investitionsvolumen sind die Ladesäulen bereits enthalten. Der zweite Bauabschnitt wird mit 1,25 Millionen Euro Investitionssumme geplant. Der Abschnitt werde günstiger, weil viele der Erschließungsmaßnahmen bereits im Bauabschnitt eins erledigt wurden, erklärt Zylla.

Der Baudezernent schlägt vor, den Parkplatz mit einer Überdachung, auf der sich eine Photovoltaikanlage befindet, auszustatten. Hierbei könnte die Beleuchtung unter dem Dach angebracht werden, was die Lichtverschmutzung mindern würde. Die nächtliche Dauerbeleuchtung durch künstliche Lichtquellen gilt als zunehmendes Problem, besonders auch mit Blick auf das Insektensterben. Allerdings könnten dann die Bäume nicht mehr gepflanzt werden.

Die Vorstellung der Planung regte die Diskussion unter den Ausschussmitgliedern an. Vielleicht dann Sträucher statt der Bäume? Sorge vor Vandalismus wurde thematisiert, die Frage nach zuführenden Radwegen und Busanbindungen gestellt und warum es nur für E-Autos, nicht aber für E-Fahrräder Ladesäulen gäbe. Was passiert mit dem gewonnen Energieüberschuss und führt die Überdachung des Parkplatzes nicht auch zu einer größeren Flächenverdichtung? Wie können die Nutzer die Seegefelder Straße überqueren?

Der neu geplante Park-and-Ride- und Bike-and-Ride-Parkplatz werde unabhängig von einem Hallenbad gebaut, sagt Thomas Zylla. Für die unmittelbaren Nachbarn des Parkplatzes hatte der Baudezernent eine weniger erfreuliche Nachricht. Der Anfangs der Planung diskutierte Schutzwall oder eine Lärmschutzmauer sind nun nicht mehr Teil der Planung. Zylla sagt, es gebe in diesem Fall keinen Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen.