In der Nacht zum Sonntag bemerkten Polizisten des Brandenburger Polizeireviers im Rahmen ihrer Streifenfahrt am Ufer an der Jahrtausendbrücke mehrere junge Männer, die offenbar Alkohol tranken und Musik hörten. Sie näherten sich anschließend zu Fuß, um mögliche Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung zu prüfen. Als die Jugendlichen die Beamten bemerkten, fing einer direkt an, die Polizisten zielgerichtet zu beleidigen. Des Weiteres brüllte er lautstark antisemitische Beleidigungen, worauf ihn die Beamten aufforderten, dies umgehend zu unterlassen. Der 23 Jahre alte Brandenburger zeigte sich unbeeindruckt und meinte zu den Beamten, sie könnten sich ruhig alles aufschreiben.

Verstoß gegen die Eindämmungsverordnung

Die gönnten ihm zudem einen Atemalkoholtest, der einen Wert von 1,2 Promille ergab. Der 23-Jährige wurde dann nach Ausweisdokumenten durchsucht, wobei geringe Mengen Cannabis entdeckt und sichergestellt wurden. Derweilen stellte sich heraus, dass die achtköpfige Gruppe junger Männer aus acht verschiedenen Haushalten stammte und somit ein Verstoß gegen die Eindämmungsverordnung vorlag, der entsprechend der zuständigen Behörde zugearbeitet wurde. Ein Bußgeld in Höhe von 50 bis 500 Euro könnte somit jedem Teilenehmer drohen. Alle Personen erhielten einen Platzverweis, gegen den 23-Jährigen wurden Ermittlungen wegen Volksverhetzung eingeleitet.
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