Nach 14 Jahren Bauzeit ist die zweite Schleuse Wusterwitz an der Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt für den Schiffsverkehr freigegeben worden. Die Schleuse bei Brandenburg/Havel verbinde Berlin mit Hannover und über weitere Wasserstraßen auch mit dem Überseehafen in Hamburg und dem Ruhrgebiet, teilte die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt am Dienstag zur Freigabe mit. Nach dem Baustart 2008 hatte sich die Fertigstellung wegen Problemen mit dem Beton mehrfach verzögert.

Nachhaltiges Schiff zur Premiere

Die zweite Schleusenkammer ist etwas breiter und tiefer als die erste und soll Schwerlastschiffen genügend Platz bieten. Als erstes Schiff wurde das den Angaben zufolge weltweit erste emissionsfreie Schubboot „Elektra“ mit Brennstoffzellenantrieb geschleust. „Was wir hier heute mit unserem wasserstoffbetriebenen Schiff demonstrieren, ist ein Blick in die Zukunft - eine Zukunft mit emissionsfreien Schwerguttransporten zwischen Berlin und Hamburg“, sagte die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Daniela Kluckert. Dies entlaste die Autobahn A2 und helfe, die Klimaziele zu erreichen.
„Mit der heutigen Verkehrsfreigabe der Schleuse Wusterwitz haben wir eine leistungsstarke Alternative für die stark belastete West-Ost-Achse auf der Straße, aber auch auf der Schiene“, sagte Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann (CDU). „Es besteht nun eine Verbindung vom Rhein nach Berlin und somit eine Anbindung bis zum Hafen Duisburg, die noch deutliche Kapazität hat.“