Bürgermeister Michael Müller freute sich, dass es mit dem „Projekt im Herzen der Stadt“ endlich weitergeht. Er betonte: „Ein Teil dieses städtebaulichen Prozesses zu sein - für eine Stadt mit der Historie und Baukultur - kann jeden stolz machen und es bedarf Wertschätzung, Sensibilität sowie Kompromissbereitschaft für den Ort“.
Ziel des Termins war die „Feinjustierung" der Aufgabenstellung (Auslobung) für die weitere Arbeits- und Entwurfsphase. Alle Teilnehmer hatten die Möglichkeit ihre Rückfragen und Verständnisfragen offen, im sogenannten Rückfragenkolloquium, zu stellen und zu besprechen.

Aufgabenstellung seit 2020

Die Aufgabenstellung (Auslobung) wurde bereits im November 2020 an die Verfahrensbeteiligten übermittelt. Es berücksichtigt die Empfehlungen des bereits 2019/20 durchgeführten Werkstattgremiums zur weiteren Entwicklung des Packhofgeländes, welches auch durch die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Brandenburg an der Havel bestätigt wurde (Beschluss 073/2020).
Auf Basis der Aufgabenstellung sollen durch die Gutachterbüros städtebauliche Lösungen für das Packhofgelände erarbeitet werden.

Drei Büros arbeiten an der Weiterentwicklung des Packhofs

Ziel des Termins war daher auch das gegenseitige Kennenlernen der Prozessbeteiligten. Die Teilnehmer der Veranstaltung waren zum einen die drei von der Stadt beauftragten Gutachterteams, welche interdisziplinär jeweils aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsplanern bestehen:
1. Christoph Kohl Stadtplaner Architekten GmbH, Berlin mit FUGMANN JANOTTA und Partner mbB, Berlin sowie Stadt + Verkehr Ingenieurbüro Terfort, Potsdam
2. CITYFÖRSTER architecture + urbanism PartGmbB Architekten Ingenieure Stadtplaner, Hannover mit Planergruppe GmbH, Oberhausen
3. ISSS research l architecture l urbanism - Sabatier Schwarz Architekten PartGmbB, Berlin mit bauchplan ).( landschaftsarchitekten und stadtplaner, München.

Vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit

Zum anderen war das Obergutachtergremium anwesend, welches, angelehnt an das Gremium des Werkstattverfahrens, breit aufgestellt aus Stadtverordneten, externen Fachleuten, Bürgern, Bürgerinitiative Packhof und Verwaltungsfachleuten, besteht. Moderiert wird der Prozess weiterhin vom erfahrenen Stadtplaner und Architekt Prof. Heinz Nagler. Der dem Gremium schon aus dem Werkstattverfahren sehr gut bekannt und hochgeschätzt ist.
Das Rückfragenkolloquium war geprägt durch eine sehr vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten. Es wurde sich unter anderem noch darauf verständigt / „feinjustiert“, dass die Entwürfe und Lösungen mit Arbeitsmodellen vermittelt werden sollen sowie zusätzlich Dachformen darzustellen sind.

Abgabe der Arbeiten bis Juni

Bekräftigt wurde auch, nach wie vor den Weg, des etwas kompliziert klingenden Titels, eines interdisziplinären kooperativen Gutachterverfahrens ergebnisoffen weiter zu gehen. Das gesamte Verfahren ist kooperativ, d.h. dialogorientiert und lernend ausgerichtet, so dass erste Entwürfe und Lösungsvorschläge der Gutachterteams innerhalb eines Zwischenkolloquiums mit dem Obergutachtergremium im April gemeinsam vor Ort diskutiert werden sollen. Die Abgabe der Arbeiten der drei Gutachterteams ist für Juni 2021 vorgesehen. Innerhalb der Abschlusskolloquiums werden die Arbeiten präsentiert und vom Obergutachtergremium beurteilt.

Weitere Verfahrensschritte werden definiert

Ziel ist die Empfehlung einer städtebaulichen Lösung für den Packhof. Anschließend werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit und Politik vorgestellt sowie die Ergebnisse öffentlich ausgestellt. Nach Abschluss des kooperativen Gutachterverfahren zur Entwicklung des Packhofgeländes kann in weiteren Verfahrensschritten die hochbauliche und freiräumliche Qualität weiter definiert werden.