Statistik
: Weniger Kriminalität, mehr Rauschgift

„Wir haben den rückläufigen Trend halten können und eine insgesamt stabile Sicherheitslage“, fasst Mathias Tänzer, Leiter der Polizeiinspektion Brandenburg, die für die Stadt Brandenburg und fast den gesamten Landkreis Potsdam Mittelmark zuständig ist, die Entwicklung der Kriminalität im vergangenen Jahr zusammen.
Von
Anja Linckus
Brandenburg
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Because I got high... Im vergangenen Jahr registrierten die Beamten im Bereich der Polizeiinspektion wieder deutlich mehr Drogendelikte - besonders viele in der Stadt Brandenburg.

DPA

Ebenfalls leicht gesunken, nämlich von 177 auf 171 erfasste Fälle ist die Gewaltkriminalität, 125 davon fielen in den Bereich der gefährlichen und schweren Körperverletzung, 35 in den Bereich des Raubes und der räuberischen Erpressung und 11 in Vergewaltigung und sexuelle Nötigung. Die Aufklärungsquote lag bei gut 78 Prozent.

Im Gegensatz zu den rückläufigen Zahlen stehen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die von 47 im Jahr 2017 auf 73 im vergangenen Jahr angestiegen sind. Gründe dafür sind das Anzeigen von alten Fällen, und die Neuzuordnung des  Tatbestandes der sexuellen Belästigung. 82 Prozent der Fälle konnten aufgeklärt werden.

Ebenfalls zugenommen haben Delikte im Bereich der Rauschgiftkriminalität. Hier wurden im letzten Jahr 507 Fälle angezeigt, 2017 waren es noch 462. Dass die Aufklärungsquote dabei bei 95 Prozent liegt, erklärt Mathias Tänzer so: "Weil wir mehr Verkehrskontrollen vornehmen, stoßen wir dabei auch auf Drogenfahrten und somit auf Fälle von Rauschgiftkriminalität.“

Die Stadt Brandenburg als bevölkerungsdichtestes Territorium sieht Tänzer auch in diesem Jahr als den Arbeitsschwerpunkt seiner  rund 240 Beamten, in den Revieren der Stadt Brandenburg, Bad Belzig und Beelitz, die für die Sicherheit von 177.000 Einwohnern sorgen.