Als die SteinTherme am 8. Juni 2002 in Belzig – damals noch ohne Bädertitel – eröffnet wurde, lagen Festtage, wie das lange Jubiläumswochenende, in weiter Ferne. Etwa 23,5 Millionen Euro hatte die Errichtung des Bades seinerzeit verschlungen, es musste trotzdem schon sieben Jahre später aufwändig saniert werden. Von Baupfusch war die Rede, etliche Geschäftsführerwechsel sorgten für Unruhe im Unternehmen.

SteinTherme konnte sich fest am Markt positionieren

Trotz aller Furore, zieht Geschäftsführerin Ina Fink dieser Tage eine positive Bilanz: „Mit Blick auf die vergangenen 20 Jahre liegt eine erfolgreiche Zeit hinter uns.“ Obgleich der Höhen und Tiefen sei es der SteinTherme in Bad Belzig gelungen, sich fest am Markt zu positionieren. Bis zu 500 Gäste zieht das Bad an Sommertagen an, im Winter können es schon mal bis zu 1.000 Menschen werden. Sie kommen aus dem gesamten Landkreis Potsdam-Mittelmark, aber auch aus Dessau oder Leipzig.

Investor der geplanten privaten Reha-Klinik am Kurpark schickte Abgesandten

Das Jubiläumswochenende war mit einem Sektempfang gestartet, der den Auftakt zum bunten Programm für alle Besucher geben sollte. Im Rahmen dessen wurden zehn Mitarbeiter geehrt, die der SteinTherme als Mitarbeiter von Beginn an die Treue halten, berichtete Geschäftsführerin Ina Fink im Gespräch. Als positives Signal wertete sie den Besuch eines Sprechers von Fouad Rouh, dem Investor der geplanten privaten Reha-Klinik am Kurpark sowie des Thermenhotels: „Wenn sich die Projekte im Gesundheitssektor so entwickeln wie geplant, dann ergeben sich für Bad Belzig ganz tolle Synergien.“ Die Aussichten für Bad Belzig als Gesundheitsstandort seien insgesamt überaus positiv.

Ambulantes Kurs-Angebot soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden

In den kommenden Jahren will man in der SteinTherme das ambulante Kurs-Angebot weiter ausbauen. Denn eine Gesetzesänderung in diesem Bereich von 2021 macht die ambulanten Angebote fortan wieder zu einer Pflichtleistung für Versicherungen. „Hier wollen wir in erster Linie Aufklärungsarbeit leisten“, sagt Ina Fink, „denn noch immer wissen zu wenige Patienten von ihrem Recht auf ambulante Kurangebote, zu wenige Ärzte verweisen auf bestehende Angebote“.

Kur-Programm für Pflegepersonal und Mitarbeiter im Einzelhandel

Derzeit wird ein Kur-Programm für bestimmte Berufsgruppen erarbeitet, die in der Corona-Pandemie besonders gefordert waren. „Das Pflegepersonal oder auch die Menschen im Einzelhandel mussten in den vergangenen Jahren viel leisten“, so Ina Fink, „es wäre fatal, wenn wir sie jetzt nicht durch präventive Maßnahmen auffangen würden“. In der SteinTherme soll es spezielle Präventionsangebote für sie geben. „Außerdem merken wir schon jetzt einen Anstieg der Patienten, die mit Long-Covid zu uns kommen“, berichtet die 34-jährige Geschäftsführerin weiter, „auch sie wollen wir mit unserem Angebot künftig abholen“. Ina Fink wird aus persönlichen Gründen die SteinTherme zum 31. Juli dieses Jahres verlassen.