Turnhalle für Belziger Förderschule: Mit Beharrlichkeit zum Ziel!
Nach einer Bauzeit von knapp 18 Monaten und ohne jegliche Bauverzögerungen konnten die Mädchen und Jungen der Schule ihre Turnhalle in der vergangenen Woche in Besitz nehmen, fand der erste Sportunterricht dort statt. Am Montag wurde der Neubau, der direkt an das Schulhaus grenzt, offiziell eingeweiht.
Knapp 1,4 Millionen Euro investierte der Landkreis Potsdam–Mittelmark als Träger der Bildungseinrichtung in den Bau der 250 Quadratmeter großen Turnhalle. Eigens dafür war ein Grundstück aus privater Hand angekauft worden.
Die 88 Mädchen und Jungen, die aktuell in der Förderschule „ Am Grünen Grund„ an der Puschkinstraße lernen, hatten für den großen Tag ein buntes Programm einstudiert. Zur Eröffnung wurde es unter dem Beifall vieler Gäste präsentiert. „Unsere Schulrentner sind heute natürlich auch dabei“,so Ines Schönefeldt und erklärt, dass letztere schließlich zu denen gehörten, die über Jahre für den Turnhallenbau gestritten haben. Eine von ihnen ist die langjährige Schulleiterin Elke Körner, die nach Baubeginn — voller Vorfreude — in den Ruhestand gewechselt war. Nachdem sie 1991 die Leitung des damals neu erbauten Schulstandortes übernommen und den Umzug vom ersten Übergangsdomizil in der Steinstraße begleitet hatte, kämpfte sie in den zurückliegenden zehn Jahren für den Bau der Turnhalle.
„Es ist so schön heute dabei zu sein. Endlich ist mehr Platz für die Kinder und den Sportunterricht“, freut sich Elke Körner. Sie zollt der kommissarischen Schulleiterin Ines Schönefeldt, die die Bauphase begleitete, große Anerkennung und erinnert an viele Unterstützer, die für den Bau der Turnhalle eingetreten waren. „Diesen Tag so entspannt erleben zu können. Ich bin sehr glücklich“, so die frühere Schulleiterin. Sie sagt auch, dass die letzten 28 Jahre ihres Berufslebens — das ist genau die Zeit in der sie die Schule „Im Grünen Grund“ leitete — die für sie erfüllendsten gewesen waren.
Sie erzählt vom Schulförderverein, der das Projekt Turnhalle nach Kräften unterstützt hat, von der Spendensammlung innerhalb der Schule zugunsten der Halle und anderen Aktionen. Unter anderem hatten Schüler des Fläming–Gymnasiums einen Spendenlauf organisiert. Damit signalisierte man, wie wichtig und dringend notwendig die Turnhalle für die Kinder mit Handycap war und ist.
Udo Zeller, der Behindertenbeauftragte des Landkreises, gehört ebenfalls zu den Gästen der Sporthalleneinweihung. Er sagt: „Ich habe absoluten Respekt vor allen, die sich engagiert haben. Vor Elke Körner und dem gesamten Team“. In diesem Zusammenhang nennt er unter anderem auch den Landtagsabgeordneten der SPD, Günter Baaske, und den bereits verstorbenen Kreistagspolitiker Ludwig Burkhardt von der CDU.
Auch den Bauarbeitern wird an diesem, für die Förderschule so besonderen Tag Dank gesagt. Ines Schönefeldt betont, dass durch das umsichtige arbeiten der Schulbetrieb fast nicht gestört wurde. Eines wird am Hallen–Einweihungstag dann aber auch deutlich. Die Akustik ist noch nicht optimal. Am Schallschutz muss nachgerüstet werden.

