Wasserschutzpolizei
: Jedes sechste Wasserfahrzeug wird beanstandet

Die Polizeidirektion West stellte vor dem Start in die Wassersportsaison die Unfall- und Kontrollbilanz 2018 vor und kündigte an, 2019 vermehrt Alkoholkontrollen durchzuführen.
Von
Alexandra Gebhardt
Brandenburg
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Die Wasserschutzpolizei will in dieser Saison verstärkt den Alkoholkonsum von "Freizeitkapitänen" kontrollieren.

Klaus-Dietmar Gabbert

Sie bilanziert bei Sportschiffen 66 Unfälle, einer mehr als 2017. Ebenso nur einen Unfall mehr gab es 2018 bei Charterschiffen. Hier stieg die zahl von 37 auf 38. Stark gestiegen ist von 18 im Jahr 2017 auf zuletzt 28 hingegen die Zahl der Unfälle in der Berufsschifffahrt.

„Bei den Kontrollen von Sportbooten auf westbrandenburgischen Gewässern im Jahr 2018 stellten unsere Wasserschützer 844 Verstöße fest. Das bedeutete, dass bei etwa jedem 6. Fahrzeug, das wir kontrolliert haben, etwas beanstandet werden musste. Das sind 216 Verstöße mehr als noch im Jahr 2017. Aus den Zahlen leiten wir unsere Schwerpunkte ab und werden auch im kommenden Jahr auf die Einhaltung der Sorgfaltspflichten, der korrekten Ausführung der Fahrregeln und die Beachtung der Schifffahrtszeichen achten, sagte Peter Meyritz, Leiter der Polizeidirektion West, der gemeinsam mit dem Leiter der Wasserschutzpolizei, Joachim Pötschke, die Unfall- und Kontrollbilanz vorstellte.

Er gab an, dass die Beamten der Wasserschutzpolizei in den in zurückliegenden Jahren einen starken Anstieg an Alkoholverstößen beim Führen von Sportschiffen feststellten. Er lag mit 28 Fällen in 2018 doppelt so hoch wie noch 2017. Ähnlich sieht die Lage bei Charterbooten aus. Hier stiegen die Alkoholverstöße von acht auf zehn im Vergleich zum Vorjahr. Als Konsequenz sollen die  Kontrollen in diesem Bereich für die kommenden Monate Schwerpunkt sei, sodass auch "die Freizeitkapitäne merken, dass hier regelmäßig Kontrollen durchgeführt und Verstöße nicht toleriert werden“, so Pötschke weiter.

Ein erfreulicher Trend, der durch weitere Präventionsangebote in der kommenden Saison zudem bestätigt werden soll, ist der Rückgang beim Diebstahl von Außenbordmotoren. Er lag 2016 bei 155, 2018 sind es nur noch 74. Ebenso ist ein Rückgang des Diebstahls in und aus Sportmotor,- Segel,- und Ruderbooten zu verzeichnen: gemeldet wurden  2018 24 Sportboote, 2017 waren es 52. Bei Segel- und Ruderbooten stieg die Zahl von vier und zwei auf null Fälle.