Weihnachtliche Schule: Weihnachtsvorfreude an der Wiesenburger Grundschule
Seit dem Vormittag wuselte es auf dem Schulhof und in den Klassenzimmern wie in einem Ameisenhaufen. Immerhin mussten die Klassenräume und Flure hergerichtet werden. „Da ließen die Mitarbeiter des Bauhofes schon mal ein paar Flüche los, weil wir Extrawünsche hatten“, erklärte Schulleiterin Ilona Zehnsdorf schmunzelnd. Sie war auch der „Ausbimmler“ für die vielen Programmpunkte.
Eröffnet wurde der Weihnachtsmarkt vom neu gegründeten Schulchor. Dieser hatte seine Premiere beim Seniorenfest im Oktober. Nun durften die Jungen und Mädchen erstmals vor ihren Eltern und Großeltern auftreten, was die Aufregung noch steigerte. Zuvor hatte alle Gäste ein Blatt mit den Liedtexten bekommen, damit sie mitsingen konnten. Auch Musiklehrer Detlef Metzner war die Aufregung anzusehen. Aber es klang prima. Sogar der Weihnachtsmann alias Sebastian Fröhlich war begeistert und kontrollierte akribisch, ob auch alle Gäste mitsangen.
In der Schule und auf dem Schulhof gab es viel zu bestaunen. Seit Anfang des Monats hatten die Kinder gebastelt und gewerkelt, um alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Am Stand der Klasse 3b gab es selbstgemachte Geschenke und Anhänger aus Zapfen. Stolz präsentierten Denise, Mila und Reneé die Ergebnisse. Aber natürlich haben auch die Eltern zu Hause ein bisschen mitgeholfen. Drängeln musste man bei der Klasse 1b. Diese hatten nämlich eine Tombola vorbereitet mit großen Losen, die wie Knallbonbons aussahen. Auch auf den Fluren waren verschiedene Stände aufgebaut mit Büchsen werfen, kleinen Geschenken und anderem Selbstgebasteltem. Aus der Teeküche kam ein unwiderstehlicher Duft. Dort stand Peter Claus am Waffeleisen und kam mit dem Backen kaum hinterher. Frische Waffeln — sozusagen aus dem Feuer — gab es auch noch einmal auf dem Hof von Ronny Herbke. Im Speisesaal konnten sich alle Gäste bei Kaffee und Kuchen aufwärmen und am Glücksrad drehen. Dieses hatte der Schulförderverein gesponsert.
Gespannt warteten alle auf die Märchenaufführung der dritten und vierten Klassen. Schneewittchen stand auf dem „Spielplan“. Eltern und Kinder drängten sich in den Pavillon, die Sitzplätze reichten nicht und einige mussten im Flur stehen. Was aber der Begeisterung keinen Abbruch tat. Und auch die Kinder waren voller Freude bei der Sache.
Wer keinen Platz mehr bekam, machte derweil einen Rundgang über den Schulhof und zückte bei diesem oder jenem Stand sein Portemonnaie. Die Kinder wird´s freuen, wenn ordentlich Geld in die Klassenkassen gespült wird.

