B 167: Umfahrung soll bis 2027 fertig sein
Davor und dahinter wurde schon ausgebaut. Nun wird die Wasserstraße auf dem sieben Kilometer langen Lückenstück breiter und tiefer. Die Stelle des Spatenstichs soll schon im Spätherbst Kanal sein, was aber noch nicht das Ende der Maßnahme markiert. Jetzt 33 Meter breit, werden es später 55 sein. Die Wassertiefe: vier statt jetzt zum Teil nur 2,60 Meter. Begonnen haben die Arbeiten vor über einem Monat. Davon zeugen auch am Donnerstag die aufgeschütteten Sandberge bei Finowfurt. Terminabstimmungen mit den Staatssekretären hätten letztlich zum verspäteten festlichen Startschuss fürs 65-Millionen-Euro-Projekt geführt, hieß es am Rande der Veranstaltung.
80 Millionen für Umfahrung
Terminabstimmungen, die letztlich zuvor noch nicht benannte Zielzahlen für ein anderes Großbauprojekt zu Tage förderten. Es war Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, der sie benannte. Dabei ging es um die Ortsumgehung B 167, die aufgrund ihres parallelen Verlaufs und der geplanten Querungen eng mit dem Kanalausbau abgestimmt werden muss.
„Wir gehen davon aus, dass wir 2020 das Baurecht für die Straße erhalten, dass wir 2022 mit dem Bau starten können, um dann 2027 endgültig mit den Baumaßnahmen fertig zu sein“, so Ferlemann. Baukosten: mehr als 80 Millionen Euro. Ziel müsse es sein, den Verkehr aus Eberswalde und Finowfurt herauszubekommen.
Ein Problem, auf das auch Landrat Daniel Kurth noch einmal Bezug nahm. „40-Tonner gehören nicht in die Innenstädte“, sagte er in seiner Ansprache zum Spatenstich. Angesichts des Ausbauprojektes Oder-Havel-Kanal sprach Kurth auch die Klimademonstrationen „Fridays for Future“ an. Die Forderungen dort werden mit dem Ausbau Realität, da die Wasserstraße der ökologisch sinnvollste Transportweg sei.
Bis 2026 wird derzeit mit der Fertigstellung der nun begonnenen Kanalarbeiten gerechnet. Die Firma Strabag baut. Der Lückenschluss ist Teil des Bundesverkehrswegeplans, der bis 2030 Investitionen von 503 Millionen Euro in den Ausbau des Oder-Havel-Kanals vorsieht. Damit verknüpft ist auch der Bau des neuen Schiffshebewerkes Niederfinow, das laut Enak Ferlemann in diesem Jahr den Testbetrieb aufnehmen soll.


