Bahn in Eberswalde: Lokführer steuert stark betrunken Regionalbahn

Betrunken im Dienst: Ein Zugführer wurde aufgrund seines Zustands von der Bundespolizei aus dem Verkehr gezogen. Die Bahn war gerade auf dem Weg von Eberswalde nach Bad Freienwalde.
Antje SchroederArbeitnehmer haben die Pflicht, ihre Arbeitsfähigkeit auch nicht durch privaten Alkoholgenuss zu beeinträchtigen. Wenn Arbeitnehmer betrunken zur Arbeit kommen, kann unter Umständen sogar eine fristlose Kündigung gerechtfertigt sein, wie verschiedene Landesarbeitsgerichte bereits geurteilt haben. Wie es für einen 53-jährigen Zugführer weitergeht, ist bislang ungewiss.
Am Sonntagmorgen (26. Mai) fuhr der Triebfahrzeugführer seinen Zug der Linie RB60 von Eberswalde in Richtung Bad Freienwalde und stand dabei nachweislich unter Alkoholeinfluss. Um 6.15 Uhr informierte eine Zugbegleiterin einen im Zug befindlichen Bundespolizisten, der nach Dienst auf dem Heimweg war, dass der Triebfahrzeugführer zu schnell fahren würde und offensichtlich mehrere Signale übersehen hat.
Strafverfahren gegen Zugführer eingeleitet
Der Bundespolizist suchte den Zugführer am Bahnhof Bad Freienwalde auf und nahm sofort starken Alkoholgeruch in der Fahrerkabine wahr. Der Beamte untersagte dem Mann die Weiterfahrt, da dieser Ausfallerscheinungen zeigte und sich beim Gehen abstützen musste. Einen Atemalkoholtest lehnte der Mann ab.
Hinzugerufene Einsatzkräfte der Bundespolizei begleiteten den Mann zur Blutentnahme in ein Krankenhaus. Die Bundespolizei sicherte Beweise und leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr und der Gefährdung des Bahnverkehrs ein. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.

