Baubericht: Groß Schönebecks neue Sporthalle wächst
Sie besichtigt am Dienstagmorgen gemeinsam mit Bauamtsleiterin Juliane Ness und Bürgermeister Wilhelm Westerkamp die Baustelle. Begleitet von Petra Stohr, Schulleiterin der Groß Schönebecker Grundschule. Ab dem nächsten Schuljahr können ihre Schützlinge im modernen und wesentlich geräumigeren Ambiente zum Sportunterricht antreten. Die alte 270 Quadratmeter große Halle ist Geschichte. Sie wurde vor knapp einem Jahr abgerissen. Ende April folgte die Grundsteinlegung für die neue Halle, Richtfest im August, nun laufen die Innenarbeiten in den neuen 465 Quadratmetern.
21 Firmen beteiligt
Im eigentlichen Hallenraum wird am Dienstag gerade die Deckenheizung installiert. In den Fluren und Nebenräumen ragen Kabel aus der Decke. Noch dominieren graue Wände und grauer Boden das Innere des Gebäudes. Sanitäranlagen sind noch keine zu sehen. Prallwände, Tore mit Schallschutz, ein elastischer Sportfußbodenbelag — das alles kommt noch. Fertigstellung: Ende Mai, Anfang Juni – daran zweifelt die Verwaltung nicht.
21 Firmen seien am Bau beteiligt. Die geplanten Kosten liegen bei 2,4 Millionen Euro. Selbst für Schorfheide kein Pappenstiel, doch kommt der Großteil ohnehin nicht aus der Gemeindekasse. „Es gab da die Rücklage des Landkreises, die an ländliche Kommunen verteilt wurde“, erklärt Bürgermeister Wilhelm Westerkamp die Initialzündung für das Großprojekt. Auch für Schorfheide gab es zwei Millionen Euro und die Gemeindevertreter seien sich relativ schnell einig gewesen, dass das Geld in die Groß Schönebecker Halle fließt. Nachgedacht wurde über den Neubau schon länger.
Denn neben der Nutzung der Halle durch Schule und Hort gibt es im Ortsteil auch ein reges sportliches Vereinsleben. Fußball, Handball, Schach, Volleyball, Tischtennis, Biathlon, Ju Jutsu — darüber, dass die Mammutinvestition nicht ausgelastet sein könnte, macht sich der Bürgermeister keine Sorgen.
Aus seiner Sicht könnte auch der Ortsbeirat für seine Sitzungen umziehen. Denn zum Hallengebäude gehört ein 70 Quadratmeter großer Versammlungsraum, der für den Sporttheorieunterricht und für Schulungen genutzt werden kann. Dort soll außerdem noch eine Küchenzeile eingebaut werden.
Laufbahn und Sprunganlage
Ob die Sporthalle künftig auch für Feste oder Kulturveranstaltungen genutzt werden könnte, ist offen. "Wir lassen uns mal überraschen, was für Ideen da kommen“, sagt Wilhelm Westerkamp. Der Fußbodenbelag müsste dann aber geschont werden. „Vorstellbar ist alles. Technisch möglich ist es auch“, sagt Manuela Brandt.
Vorstellungen gibt es auch für den Außenbereich. Neben der Befestigung des Umfelds und Parkplätzen ist auf der Westseite hinter dem Walter–Krumbach–Weg eine Drei–mal–60–Meterlaufbahn und eine Weitsprunganlage geplant. Dafür müssen allerdings noch Bäume weichen. „Und dafür brauchen wir noch eine Waldumwandlungsgenehmigung“, erklärt Manuela Brandt. Außerdem soll nach Wunsch des Bürgermeisters der Bolzplatz neben der Halle erneuert werden. „Da muss natürlich auch nochmal was passieren“, sagt Wilhelm Westerkamp bei der Begehung.
Ein Ärgernis am Rande: am Wochenende sind mehrere Wände, darunter auch die neue Außenwand der Sporthalle mit Graffiti beschmiert worden. Unter anderem mit Hakenkreuzen und weiteren Symbolen des Naziregimes. Die Polizei ermittelt.


