Bauboom: Lichterfelde wirbt um Familien

Aus Acker wird Bauland: Auf dem 1,7 Hektar großen Gebiet, dass in der Mitte vom Lichterfelder Hauptgraben getrennt wird, sollen 20 Einfamilienhäuser gebaut werden.
MOZ/Thomas BurckhardtDie Nachfrage nach Einfamilienhäusern ist ungebrochen. Günstige Bauzinsen, das Baukindergeld in Höhe von 12000 Euro pro Kind und halbwegs moderate Preise für Bauland im Oberbarnim ermöglichen es vielen Familien, sich den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen.
Nun wird ein weiteres Baugebiet in der Gemeinde Schorfheide erschlossen: Auf einem rund 1,7 Hektar großen Areal an der Eberswalder Straße in Lichterfelde sollen zwanzig Häuser entstehen. Fährt man derzeit durch Lichterfelde klaffen nach der Rechtskurve der Eberswalder Straße rechts und links zwei große Brachflächen mitten im Ort. Durch die nun geplante Bebauung auf der linken Seite der Straße werde diese Lücke geschlossen und verbindet den südlichen und nördlichen Teil Lichterfeldes, heißt es in der städtebaulichen Konzeption des Projektes.
Diese Lücke zu schließen und so eine Verdichtung innerhalb des Dorfes zu erreichen, war bereits seit Jahren ein Ziel des Ortsbeirates. "Wir brauchen vor allem junge Familien hier im Dorf“, ist Ortsvorsteher Matthias Gabriel überzeugt. Ein Investor wurde mit dem Berliner Wolfgang Späth gefunden, der mit dem Vorhaben binnen der kommenden 24 Monate beginnen will.Zwanzig Häuser sollen auf dem Areal in den kommenden Jahren entstehen. Die Gemeindevertretung der Schorfheide hat bereits grünes Licht für den Investor gegeben und den Beschluss für den Bebauungsplan auf den Weg gebracht. Der Investor trägt dabei das finanzielle Risiko und hat sich verpflichtet, die Planung und Erschließung des Areals zu übernehmen und wird mit der Gemeinde einen entsprechenden Vertrag abschließen.
Der Lichterfelder Hauptgraben trennt das Areal in zwei Teile. Im ersten Bauabschnitt soll zunächst die linke Seite vom Graben bebaut werden. Insgesamt neun Häuser mit einer Grundstücksgröße von 601 bis 646 Quadratmetern Fläche sind in der Planung der Architekten vorgesehen. Eine Stichstraße mit Wendekreis in das Wohngebiet ist hier geplant. Im 2. Bauabschnitt sollen schließlich auf der rechten Seite des Grabens weitere elf Einfamilienhäuser gebaut werden. Auch hier werden die Grundstücke eine Größe von rund 600 Quadratmetern haben. Eine separate Stichstraße wird auch diese Seite an die Eberswalder Straße anbinden. Zwischen den beiden Bereichen soll eine Fußgängerbrücke gebaut werden, die nach den Plänen der Architekten „die grüne Mitte“ des neues Wohngebietes werden soll.
Maximal zwei Geschosse
Die Häuser dürfen dabei laut Bauunterlagen maximal zwei Vollgeschosse haben. Die Grundflächenzahl ist auf 0,35 beschränkt, das heißt, dass maximal 35 Prozent der Fläche bebaut werden dürfen. Bei einer Grundstücksfläche von 600 Quadratmetern dürfen also 210 Quadratmeter mit Haus, Garage und Terrasse bedeckt sein. Auf jedem Grundstück muss mindestens ein Baum gepflanzt werden, weitere Begrünung ist vorgesehen.
Die Gemeinde Schorfheide hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Baugebiete für Einfamilienhäuser auf den Weg gebracht: vor allem in Finowfurt, aber auch in Altenhof und Werbellin. Auf diese Weise konnte die Gemeinde ihre Einwohnerzahl weiter steigern. In der Pipeline sind auch für die kommenden Jahren zahlreiche Projekte in fast allen Ortsteilen. So entsteht etwa am Sportplatz in Finowfurt ein neues Wohngebiet für Familien.
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