Bedrohung bei Eberswalde: Polizei setzt Taser gegen aggressiven Beifahrer ein

Taser in der Hand: Ein Polizeibeamter hält einen waffenähnlichen Gegenstand, der offiziell Distanzelektroimpulsgerät genannt wird. Ein solches Teil ist jetzt bei Eberswalde zum Einsatz gekommen.
Soeren Stache/dpaDieser Polizei–Einsatz in Britz könnte dem Drehbuch eines TV–Krimis entnommen sein, hat sich aber im wahren Leben zugetragen.
„Am Morgen des 18. Februar 2024 wollten Polizisten einen VW anhalten, der ihnen in der Eberswalder Straße in Britz aufgefallen war“, heißt es im Polizeibericht aus der Direktion Ost mit Sitz in Frankfurt (Oder) vom 19. Februar 2024. Nur habe dessen Fahrerin gar nicht daran gedacht, den Aufforderungen zum Stopp auch Folge zu leisten. Letztlich habe das Ganze an einem Grundstück geendet, wo der VW unter einem Carport zum Stehen gekommen sei.
„Dem Auto entstiegen zwei Männer, die sofort auf die Beamten zugingen und diese ultimativ zum Verlassen des Grundstückes aufforderten“, schreibt Polizeisprecher Stefan Möhwald. Die Polizisten hätten sich aber nicht beirren lassen, seien jedoch weiteren Aggressionen ausgesetzt worden. „Die Beamten drohten daraufhin den Einsatz eines Distanzelektroimpulsgerätes an, das umgangssprachlich Taser genannt wird“, heißt es im Polizeibericht weiter.
Warum hat die Autofahrerin nicht angehalten?
Doch auch diese Ankündigung habe einen der Beteiligten immer noch nicht zur Räson bringen können. „So erfolgte letztlich auch der Einsatz des Gerätes. Erst dann beruhigte sich die Lage. Verletzt wurde bei dem Geschehen niemand“, informiert Stefan Möhwald von der Polizeidirektion Ost.
Warum die Frau nicht angehalten habe, werde vorerst ihr Geheimnis bleiben. „Mit dem Gesetz war sie zuvor nicht in Konflikt geraten, hatte keinen Alkohol und keine Drogen zu sich genommen und eine Fahrerlaubnis war auch vorhanden. Für ihren 35–jährigen Beifahrer endete das Ganze mit einer Anzeige. Ihm wird Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen“, teilt der Sprecher der Direktion mit.

