Blaulichttreffen Barnim 2024
: Das wird dieses Jahr in Finowfurt geboten

Flößerfest und Oldtimertreffen zählen zu den jährlichen Zuschauermagneten in Finowfurt. Jetzt rückt das Rettungswesen im Barnim in den Mittelpunkt.
Von
Stephan Backert
Finowfurt
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Einsatzfahrzeuge bei der Übung in Finowfurt. Viele freiwillige Helfer waren am vergangenen Sonnabend am Luftfahrtmuseum im Einsatz.

Einsatzfahrzeuge bei der Übung in Finowfurt. Viele freiwillige Helfer waren am vergangenen Sonnabend am Luftfahrtmuseum im Einsatz.

Einsatzfahrzeuge bei einer Rettungsübung am Flugplatz in Finowfurt im Oktober 2023. Auch am 29. September wird sich hier vieles um das Retten von Menschenleben drehen (Archivbild).

Rettungsdienst Barnim
  • Blaulichttreffen Barnim in Finowfurt am 28. September 2024.
  • Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei präsentieren sich.
  • Besucher können Rettungsaktionen live erleben und selbst aktiv werden.
  • Programm: Eröffnung, Auszeichnungen, Wettkämpfe und Vorführungen.
  • Ziel: Austausch zwischen Rettungskräften und Bürgern, Werbung für Ehrenamt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist eine Binsenweisheit, dass jeder einmal in die Lage kommen kann, schnell die Feuerwehr, die Rettung oder die Polizei zu brauchen. Hinter dieser Infrastruktur stecken Menschen, die viel an Herzblut und Enthusiasmus und oftmals ihre Freizeit für die Sicherheit aller investieren. Im September gibt es ein großes Event, bei dem Bürger zum Kennenlernen und Mitmachen eingeladen sind.

Die Vorbereitungen dafür laufen schon lange und stecken jetzt in den letzten Zügen. Zum Vorbereitungsteam zählen Björn Schorsch, der stellvertretender Vorsitzender vom Förderverein Florian der Freiwilligen Feuerwehr Finowfurt ist. Er ist seit 30 Jahren bei der Feuerwehr in Finowfurt, wo er auch stellvertretender Wehrführer ist, berichtete er in einem Gespräch auf dem Gelände des Luftfahrtmuseums, wo das Blaulichttreffen am 28. September stattfinden wird.

Umfangreiches Programm in Finowfurt

Florian Schorsch war bis im Alter von 19 Jahren Mitglied in der Jugendfeuerwehr und ist jetzt im Feuerwehrförderverein als Schriftführer tätig und so dem Feuerwehrwesen weiter verbunden. Christian Wolff ist seit 23 Jahren bei der Feuerwehr und auch im Verein Luftfahrtmuseum Finowfurt tätig.

Banner über dem Eingang zum Luftfahrtmuseum in Finowfurt. Auch an anderen Orten wird großflächig für das Ereignis geworben.

Banner über dem Eingang zum Luftfahrtmuseum in Finowfurt. Auch an anderen Orten wird großflächig für das Blaulichttreffen geworben.

Stephan Backert

Simone Carus zählt ebenfalls zum Vorbereitungsteam, konnte beim Gespräch vor Ort aber nicht mit dabei sein. Durch ihre Mitarbeit im landesweiten Netzwerk Bevölkerungsschutz hat sie viele Kontakte herstellen können. Für die Vorbereitung des Großereignisses war das sehr hilfreich.

Eine große Zahl von Institutionen aus dem Rettungswesen wird sich am Sonnabend (28. September) in Finowfurt präsentieren. Das Spektrum ist breit. Es reicht vom Deutschen Roten Kreuz über die Brandenburger Polizei bis hin zum Notfallseelsorgern und dem Rettungsdienst des Landkreises.

Austausch mit anderen Organisationen

„Momentan geht es uns sehr gut in der Gemeinde Schorfheide. Wir sind 45 Mitglieder in der operativen Gruppe“, so Christian Wolff. Das sind die Feuerwehrmitglieder, die auch in Einsätzen tätig sind. „Aber ich sehe es ähnlich wie in einem Unternehmen – wenn es einem gut geht, dann muss man Werbung machen, damit es einem besser geht. Für die schlechten Tage“, so der Finowfurter, der im Catering tätig ist, und sich seine Gedanken um die Mitgliederzahl der Feuerwehren macht.

„Ein weiterer Grund war, dass wir einen Raum schaffen wollten, dass sich die Organisationen untereinander einmal austauschen können. Wenn ein Einsatz ist, dann ist jeder in seiner Bubble (Blase, d.Red.) und man kommt selten mit anderen Behörden oder Vereinen ins Gespräch“, ergänzte Florian Schorsch. Durch das Treffen, bei dem der Eintritt kostenlos ist, sollen aber auch viele Interessierte angesprochen werden.

Alte Idee wird wiederbelebt

Im Oktober vergangenen Jahres hat man sich entschieden, aus der vagen Idee ein konkretes Vorhaben zu machen. „Vor zehn, fünfzehn Jahren gab es hier im Museum schon einmal ein Blaulichttreffen. Das ist irgendwann eingeschlafen“, so Christian Wolff.

Von morgens um 11 Uhr bis abends um 18 Uhr wird ein umfangreiches Programm geboten. So wird beispielsweise ein Wasserwerfer vor Ort sein, der bei der Bekämpfung von Waldbränden eine Rolle spielen kann. Für Besucher wird es möglich sein, selbst ein Autowrack auseinanderzuschneiden. Eine Situation, wie sie für Rettungskräfte bei vielen Verkehrsunfällen zum manchmal heftigen Alltag gehört.

Ein umfangreiches Programm

Die Wasserstaffel aus dem Bernauer Ortsteil Ladeburg wird dabei sein. Hier gibt es Rettungsboote, die mit Sonartechnik ausgestattet sind, und nach Vermissten in Gewässern suchen können. Eine Einsatzsituation, die bei den vielen Seen und Kanälen im Barnim nicht so selten ist.

Highlights aus dem Programm am 28. September:

● 11 Uhr: Eröffnung

● 11 Uhr 30: Beförderung und Auszeichnung der Einsatzkräfte

● 11 Uhr 45: Reanimationsprojekt der Rettungsdienst Landkreis Barnim GmbH

● 12 Uhr: Feuerwehr-Wettkämpfe

● 13 Uhr: Simulation eines Verkehrsunfalls - Zusammenwirken aller Einsatzkräfte

● 14 Uhr 30: Fragt die Einsatzkräfte! Austausch zwischen Bürgern und Einsatzkräften

● 15 Uhr: Was macht das Einsatz-Nachsorge-Team Brandenburg?

● 15 Uhr 30: Vorstellung vom European Police Car Unit e.V.

● 18 Uhr: Verabschiedung

Der Verein European Police Car Unit aus Bernau, wird Einsatzfahrzeuge zeigen, die im normalen Straßenbild zwischen Oderberg und Ahrensfelde eher selten zu sehen sind. Es handelt sich um Polizeifahrzeuge aus den USA. Ziel dieses Vereins ist es, möglichst viele Spenden zu sammeln, zum Beispiel für den Weißen Ring oder die Kreisverkehrswacht Barnim.

Löschangriff innerhalb von Sekunden

Ein wichtiger Teil des Programms sind die Wettkämpfe. So wird zum Beispiel die erfolgreiche Jugend-Mädchenmannschaft der Schorfheider Feuerwehren in einem Wettkampf antreten, der sich „Löschangriff nass“ nennt. An einer Tragkraftspritze werden Schläuche montiert. Diese müssen mit sieben Personen über 100 Meter getragen werden. Damit müssen zwei Ziele gelöscht werden. Was sich nach einer gemütlichen Angelegenheit anhört, ist eine anstrengende Herausforderung und eine richtige Wettkampfdisziplin, die innerhalb von Sekunden gemeistert werden muss.

Es soll auch ermittelt werden, wer die stärkste Feuerwehrfrau und der stärkste Feuerwehrmann ist. Unter kompletter Einsatzkleidung, wo allein die Pressluft-Atemanlage 18 Kilogramm wiegt, ist ein Parcours zu meistern, der zum Beispiel Treppenstufen beinhaltet, die mit Gewichten erklommen werden müssen. Hammerschläge und das Bergen einer Einsatzpuppe gehören hierbei ebenfalls zu den schweißtreibenden Herausforderungen. Gewicht der Puppe: 80 Kilogramm.

Nachhall - Das Barnim-Echo der Woche
Freitag um 16.30 Uhr
Was bewegt den Barnim? Was bewegt sich zwischen Bernau und Eberswalde? Im Nachhall des Barnim-Echos greifen wir jeden Freitag die wichtigsten Themen der Woche auf und setzen Akzente für die kommende Woche.