Blick fürs Detail: Sandmanns Wurzeln in Groß Schönebeck

Sandmann-Pfad: Rainer Klemke (r.), Krumbach-Tochter Anneliese Tausch und der Sandmann eröffneten den Themenpfad im Juni 2017. Das Wandbild zeigt alle Helden Walter Krumbachs.
GoraDer „Blick fürs Detail“ war in dieser Woche nicht in der Kreisstadt Eberswalde, sondern im Schorfheide-Dorf Groß Schönebeck zu finden. Das Wandbild zu Ehren des Kinderbuch-Autors Walter Krumbach ist an der Schlufter Straße zu finden. Krumbach lebte dreißig Jahre im Dorf und erschuf dort das berühmte Lied „Sandmann lieber Sandmann“. Der Titelsong wird auch heute noch jeden Abend ausgestrahlt und feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum.
Walter Krumbach wurde am 1. April 1917 in der damaligen Ortschaft Grimnitz bei Joachimsthal geboren. Sein Geburtshaus ist die heutige Bäckerei Welck. Krumbach wurde nach der Schulzeit in Joachimsthal Verwaltungsangestellter, arbeitete ab 1947 als Lehrer und wurde 1955 freier Autor.
Mit seiner Frau Hedwig zog er 1955 nach Groß Schönebeck um und ersann dort Figuren wie Meister Nadelöhr, Hamster Dickbauch, Fuchs und Elster und das Igeljunge Borstel. Allein rund 200 Episoden mit Herrn Fuchs und Frau Elster für den Sandmännchen-Abendgruß im DDR-Fernsehen schrieb Krumbach in Groß Schönebeck. Auch 90 Kinderbücher entstammen der Feder des fleißigen Autors.
Anlässlich des 100. Geburtstages des Sandmann-Dichters eröffneten die Groß Schönebecker 2017 sogar einen Themenpfad im Dorf und enthüllten das 350 Quadratmeter große Wandbild, die „Waldwunderwelt“. Ein Projekt, das vom Bürgerverein Groß Schönebeck initiiert und realisiert worden ist.
Der Themenpfad führt von der Kita über die Schlufter Straße, wo an einer Scheune der Schorfheider Agrar GmbH das riesige Wandbild zu bewundern ist, bis zum Hirschweg 30, dem einstigen Wohnhaus Krumbachs. Insgesamt neun Informationstafeln erzählen über den Autor und sein Werk.
Uns erreichten in dieser Woche leider wenig richtige Antworten. Familie Baaz aus Eberswalde kann sich über die Pausenbrot-Boxen und den Kruschel-Wasserball freuen. Der Preis kann in der MOZ-Redaktion am Karl-Marx Platz 11 abgeholt werden.