Brand in Eberswalde
: Ermittler der Mordkommission haben neue Spur und suchen Zeugen

Die Ermittlungen zur Brandstiftung an der Friedrich-Ebert-Straße in Eberswalde sind fortgeschritten. Die Mordkommission konzentriert sich auf einen besonderen Schwerpunkt – und sucht Zeugen.
Von
Thorsten Pifan
Eberswalde
Jetzt in der App anhören
An der Friedrich-Ebert-Straße in Eberswalde stehen am 15. September 2024 zwei Gebäude in Flammen. Der Brand soll zuerst in einem Imbiss gewütet und dann auf das Nachbarhaus übergegriffen haben.

Eberswalde: Die Löscharbeiten in der Katastrophennacht stehen hier noch am Anfang. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise geben können, was am Abend vor dem Ausbruch des Feuers rund um das Gebäude mit der prächtigen Fassade passiert ist.

Thorsten Pifan
  • Ermittlungen zur Brandstiftung in Eberswalde schreiten voran; Mordkommission sucht Zeugen.
  • Brand am 14. September 2019 tötete Mutter (44) und Sohn (4); sechs Verletzte überlebten.
  • Flammen begannen im Barber-Shop; Polizei will Details vor dem Brand klären.
  • Zeugen werden gebeten, Beobachtungen vor 23 Uhr am Tatort zu melden.
  • Hinweise können bei der Polizei oder online gegeben werden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auch knapp ein halbes Jahr nachdem die Feuersbrunst an der Friedrich-Ebert-Straße in Eberswalde einer 44 Jahre alten Mutter und ihrem vier Jahre alten Sohn das Leben gekostet hat, steckt den Menschen in der Stadt das tragische Unglück noch in den Knochen. Unklarheit herrscht aber immer noch, wie es zu dem Feuer kommen konnte.

Die Ermittler der Mordkommission haben schon viel Licht ins Dunkel gebracht. Fest steht, dass der Brand nicht zufällig entstanden ist. Es fehlt aber weiterhin ein Motiv für die nachgewiesene Brandstiftung. Hier sind die Ermittler bisher nicht viel weitergekommen. Allerdings machen Polizei und Staatsanwaltschaft auch Fortschritte.

Flammen schlagen aus dem Barber-Shop in Eberswalde

Doch zunächst die Frage, was überhaupt passiert ist. Am 14. September, einem Sonnabend, entdeckten Passanten kurz nach 23 Uhr, wie Flammen aus dem Barber-Shop an der Friedrich-Ebert-Straße schlugen. Sie alarmierten die Feuerwehr. Kaum waren die Retter vor Ort, hatte sich das Haus – insbesondere für die Menschen in den oberen Stockwerken schon zur Todesfalle entwickelt.

Einige der Bewohner sprangen in ihrer Angst in die Tiefe. Sechs Menschen erlitten dabei schwere Verletzungen – aber sie überlebten. Für die Mutter und ihren Sohn kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Flammen fraßen sich in Windeseile durch das Haus und griffen auch genauso rasant auf das Nachbargebäude über.

Ermittlungen konzentrieren sich auf Zeit vor Ausbruch des Feuers

Inzwischen konzentrieren sich die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft auf die Zeit, bevor der Brand entdeckt worden ist. „Wer hat rund um das Haus mit dem Barber-Shop und dem Altstadt-Döner Beobachtungen gemacht“, fragt die Polizei. Im Mittelpunkt des Interesses liegt dabei der Zeitraum am Samstagabend bis kurz nach 23 Uhr. Ziel ist es, zu erfahren, wie der oder die Täter ins Haus gelangt sind – und wieder heraus.

„Wir haben inzwischen viele Zeugen gesprochen, die erzählt haben, wie sie die ersten Flammen gesehen haben und wie sie die Ausbreitung des Feuers von außen erlebt haben“, sagt Oberstaatsanwältin Ricarda Böhme. Sie ist Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Frankfurt/Oder, die das Verfahren leitet.

Wer am Abend des 14. Septembers bis etwa 23 Uhr Beobachtungen rund um den späteren Tatort gemacht hat, kann sich an jede Polizeidienststelle wenden oder auch Hinweise über die Online-Wache Brandenburg geben.