Brand in Joachimsthal: Hotel am Hubertusstock in Flammen

Abgebranntes Gebäude am Hubertusstock: Zwei Auszubildende bemerkten den Brand in der Nacht. Weitere Gebäude waren nicht betroffen.
Bernd Kanzow- Großbrand in Hotel Joachimsthal; Feuerwehr warnt vor giftigem Rauch.
- Einsatzkräfte aus Joachimsthal, Schorfheide und Eberswalde im Großeinsatz.
- Gebäude des ehemaligen Jagdschlosses Hubertusstock in Vollbrand.
- Warnungen über NINA-App: Fenster schließen, Klimaanlagen ausschalten.
- Keine Verletzten; genaue Brandursache noch unbekannt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (30. April) ist in einem Hotel in Joachimsthal ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr war seit den frühen Morgenstunden mit einem Großaufgebot auf dem Gelände Hubertusstock im Einsatz. Über die Warnapp NINA wurde vor dem giftigen Rauch gewarnt.
Als die Rettungskräfte kurz nach Mitternacht auf dem Hotelgelände eintrafen, stand eines der Gebäude bereits in Vollbrand, teilte der Amtsbrandmeister vor Ort mit. Betroffen war eines der Gästehäuser auf dem Gelände, nicht um das Jagdschloss selbst. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
Feuerwehr warnt vor Brandrauch
"Wir sind erst einmal froh, dass es keine Verletzten gibt oder schlimmeres gibt", zeigt sich Thomas Fenner, Leiter des Haupt- und Ordnungsamtes, erleichtert. "Jetzt ermittelt erst einmal die Kriminalpolizei zur Brandursache. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir werden jetzt erst einmal schauen, wie wir dem Hotel helfen können."
Das zweigeschossige Gebäude war komplett in Rauch gehüllt. Einsatzkräfte aus dem Amt Joachimsthal, der Gemeinde Schorfheide und der Berufsfeuerwehr Eberswalde waren vor Ort, um den Brand zu löschen. Auch der Rettungsdienst stand bereit. Die Löscharbeiten dauerten bis nach Sonnenaufgang an, gegen acht Uhr waren die Feuerwehren abgezogen worden. „Es sind natürlich weiterhin Kräfte vor Ort, um das Gebiet nach Glutnestern abzusuchen, aber die Löschaktion an sich ist beendet“, so Thomas Fenner am Mittwochmorgen um kurz nach acht Uhr.
Das Gebäude diente als Unterkunft für die Auszubildenden genutzt. Es waren auch zwei Azubis, die den Brand in der Nacht bemerkten. Laut Geschäftsführung habe das Feuer keine Auswirkungen auf den Hotelbetrieb, dieser laufe normal weiter. Ein Ausbreiten des Feuers auf weitere Gebäude konnte verhindert werden.
Gelände mit langer Geschichte
Über die Warnapp NINA hatte die Feuerwehr sofort eine Meldung herausgegeben. Darin hieß es: „Aktuell kommt es im Warnbereich, wegen eines Brandes, zu einer erheblichen Bildung von Brandgasen. Auch Feuerschein kann in den Nachtstunden weithin sichtbar sein.“ Die Feuerwehr empfiehlt in solchen Fällen: „Meiden Sie das betroffene Gebiet“, Anwohner in der Nähe sollten Fenster und Türen geschlossen halten und Klimaanlagen abschalten.
Das Jagdschloss Hubertusstock und die Anlagen drumherum sind ein beliebtes Ausflugsziel am Werbellinsee. Das Jagdschloss, das eigentlich nur Haus Hubertusstock hieß, war die offizielle Jagdresidenz des deutschen Staatsoberhauptes in der Zeit des Deutschen Kaiserreiches und der Weimarer Republik. Auch zu DDR-Zeiten nutzten die hohen SED-Funktionäre das Gebäude als Jagdresidenz. Das Gelände existiert bereits seit 1849, 1997 entstand auf dem Areal das heutige Ringhotel. Seit 2015 gehören das Haus, die vier dazugehörigen Bungalows und die leerstehende Schwimmhalle zum benachbarten Ringhotel Schorfheide/"Tagungszentrum der Wirtschaft für Berlin und Brandenburg".

