Es ist nur eine Momentaufnahme, möglicherweise aber auch ein positiver Trend. Bereits an drei aufeinanderfolgenden Tagen hat der Landkreis Barnim Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner und Woche deutlich unterhalb der 200er-Marke gemeldet. Der seit Sonntagvormittag verfügbare aktuelle Lagebericht des Kreises mit Stand vom 16. Januar, 13 Uhr, weist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mit einem Wert von 133,3 aus.

Eingeschränkter Bewegungsradius

Bleibt die Wocheninzidenz insgesamt fünf Tage hintereinander unter der Hotspot-Marke von 200, sollen schärfere Maßnahmen wie der auf 15 Kilometer jenseits der Kreisgrenzen eingeschränkte Bewegungsradius wieder wegfallen. Sie galten im Barnim seit dem 12. Januar.

Aktuellere Landesdaten wieder höher

Das Geschehen bleibt allerdings dynamisch. Das zeigt auch die Statistik des Gesundheitsministeriums. Die Landesbehörde greift auf Daten zurück, die fast einen Tag aktueller sind. Ihre Statistik basiert auf dem Stand der Meldezahlen vom 17. Januar, 10 Uhr. Diesen Angaben zufolge ist die Barnimer Ansteckungsrate wieder leicht gestiegen – auf 137,1. Neue bestätigte Fälle im 24-Stunden-Vergleich sind es demnach 35. Der Kreis gibt im Vergleich zum Vortag lediglich zwölf neue Fälle an.

Zwei 78-Jährige starben

Das Barnimer Gesundheitsamt meldet zudem zwei weitere Sterbefälle im Zusammenhang mit Covid-19-Infektionen. Es handele sich um zwei 78-Jährige, eine Frau und einen Mann, teilt der Kreis mit. Beide galten als vorerkrankt. Registriert wurden die Todesfälle in Eberswalde sowie Britz-Chorin-Oderberg.

Hälfte der Barnimer Corona-Toten seit Ende November gezählt

Die Zahl der Verstorbenen mit positiv laborbestätigtem Testergebnis seit Pandemiebeginn im März steigt damit barnimweit auf 109. Die Hälfte aller Corona-Sterbefälle im Kreis wurde in den zurückliegenden anderthalb Monaten seit Ende November gemeldet.
Als aktive Fälle zählen laut Kreis 668 Infektionen im Barnim. Insgesamt haben sich seit März 3361 Barnimer laborbestätigt mit dem Coronavirus infiziert. 2584 gelten als genesen.

So viele Neuinfektionen gibt es in den Kommunen

So verteilen sich die aktiven Covid-19-Fälle auf die Kommunen: Bernau: 124 Infizierte (+1 im Vergleich zum Vortag), Eberswalde: 161 (+1), Werneuchen: 28 (keine neuen Fälle im Vergleich zum Vortag), Ahrensfelde: 49, Panketal: 55 (+4), Schorfheide: 26, Wandlitz: 65 (+2), Biesenthal-Barnim: 67 (+1), Britz-Chorin-Oderberg: 74 (+2) sowie Joachimsthal: 19 (+1).

Geringere Wocheninzidenz hat nur Märkisch-Oderland

Unter den 18 Landkreisen beziehungsweise kreisfreien Städten im Land Brandenburg hat der Barnim der Ministeriumsstatistik zufolge aktuell die zweitniedrigste Sieben-Tage-Inzidenz. Mit einem Wert von 96,6 liegt demnach nur Märkisch-Oderland darunter. Landesweit rangiert die durchschnittliche Wocheninzidenz weiterhin klar im Hotspot-Bereich: bei 230,7.
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