Erneut weist der Landkreis im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vortag zwei Sterbefälle mehr aus. Bei den Verstorbenen handelt es sich um eine 85 Jahre alte Frau und einen 80-jährigen Mann. Beide litten laut Gesundheitsamt an Vorerkrankungen. Mit den in Eberswalde sowie im Amt Biesenthal-Barnim gemeldeten Todesfällen hat sich die Zahl der an oder mit einer Coronavirus-Infektion Verstorbenen im Landkreis auf insgesamt 107 erhöht. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Kreises mit Stand vom 15. Januar, 13 Uhr, hervor.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 144,7

Deutlich gesunken ist demnach die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner und gerechnet auf eine Woche – die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz. Sie ging auf 144,7 zurück. Damit liegt der Wert zum zweiten Mal infolge innerhalb von 24 Stunden wieder deutlich unter der 200er-Marke, der Grenze für Corona-Hotspots. Einen Tag zuvor lag er noch bei 171,7.

Höchster Wert drei Tage zuvor bei 217

Der mit 217 bislang höchste Wert war am 12. Januar erreicht worden. Seit dem Tag gelten, auf diesen Zahlen begründet, barnimweit schärfere Einschränkungen. So dürfen sich Barnimer ohne besondere Notwendigkeit nur in einem 15-Kilometer-Umkreis außerhalb der Landkreisgrenzen im öffentlichen Raum bewegen.

Positiver Trend setzt sich fort

Liegt der Wert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter der 200er-Marke, wird die 15-Kilometer-Regel wieder ausgesetzt. Im Landkreis dürfte dies also frühestens am 19. Januar der Fall sein.
Erlaubt ist der Lichtblick – auch die Statistik aus dem Gesundheitsministerium des Landes, die aktuellere Daten ausweist (Stand: 16. Januar, 11 Uhr), zeigt, dass der Trend sich fortsetzt. Hier wird eine Sieben-Tage-Inzidenz von 139,8 angegeben.

Wieder weniger Quarantäne-Fälle

Anlass zur Hoffnung könnten darüber hinaus die Angaben zu Verdachtsfällen in Quarantäne geben. Derzeit sind es 1131. Vor einem Monat waren es fast 2000, obwohl die Zahl der aktiven Infektionsfälle mehr als ein Drittel unter der aktuellen Zahl lag.

Hälfte aller Corona-Fälle im Kreis seit Anfang Dezember

664 Menschen im Barnim gelten mit Stand vom 15. Januar laborbestätigt als Covid-19-Infizierte. Darunter wurden 47 Neuansteckungen innerhalb der zurückliegenden 24 Stunden gemeldet.
Seit Ausbruch der Pandemie zählt der Landkreis damit insgesamt 3349 laborbestätigte Corona-Fälle. Davon wurden rund 50 Prozent in den acht Monaten von März bis November 2020 gemeldet. Die Hälfte der Covid-19-Infektionen entfällt auf die Zeit seit Anfang Dezember. 2578 Barnimer gelten als genesen.

Größter Teil der Infizierten in Eberswalde

In Eberswalde gibt es landkreisweit die meisten aktiven Fälle: 162, fast ein Viertel aller Fälle. In der Kreisstadt ist mit 14 Neuinfektionen auch der größte Anstieg im Vergleich zum Vortag zu verzeichnen. Bernau folgt mit 125 aktiven Fällen. An dritter Stelle liegt mit 73 aktuell Infizierten Britz-Chorin-Oderberg. Hineinspielen dürften an dieser Stelle die Corona-Ausbrüche in drei Senioreneinrichtungen in Eberswalde, Oderberg sowie Biesenthal.

So sieht es aktuell in den Kommunen aus

So verteilen sich die aktuellen Fälle auf die Kommunen: Bernau: 125 Infizierte (+ 8 im Vergleich zum Vortag), Eberswalde: 162 (+ 14), Werneuchen: 29 (+ 2), Ahrensfelde: 49 (+ 6), Panketal: 51 (+ 5), Schorfheide: 26 (keine Veränderung), Wandlitz: 64 (+ 2), Biesenthal-Barnim: 66 (+ 6), Britz-Chorin-Oderberg: 73 (+ 2) sowie Joachimsthal: 19 (+ zwei).
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