Am Mittwochvormittag (20.7.) wurden Polizisten in die Eberswalder Ringstraße gerufen, weil sich jemand über einen „eindeutigen Geruch“ aus einer dort gelegenen Wohnung drang. Als die Beamten sich der Sache annahmen, entdeckten sie noch im Türbereich der Mietwohnung stehend bereits zwei Cannabispflanzen. Eine Richterin des Amtsgerichtes Frankfurt (Oder) ordnete daraufhin die Durchsuchung der Wohnräume an. Dabei wurden durch die Polizei insgesamt 20 derartige Pflanzen in der Wohnung der Mieterin sichergestellt, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Rechtlich ist alles geregelt

Marihuana gilt rechtlich als Betäubungsmittel und ist eine illegale Droge. „Der Konsum an sich ist erlaubt. Verboten ist allerdings alles andere, also Cannabisprodukte zu kaufen, zu besitzen, zu verkaufen und Hanfpflanzen anzubauen. Der Mieterin droht nun eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Berlin

Der Anbau von Cannabis ist ebenfalls unter Paragraf 29 des Betäubungsmittelgesetzes geregelt. Der Strafrahmen ist der gleiche wie beim Besitz: eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Theoretisch gilt hier auch eine Eigenbedarfsgrenze. Bei knapp 20 Pflanzen dürfte dies in diesem Fall aber eher unwahrscheinlich sein. Ausnahmen gelten für alle, die eine medizinische Verordnung haben.