Einzelhandel: Neue Eigentümerin des Edeka-Marktes
Der Edeka-Markt in der Eberswalder Rathaus-Passage hat eine neue Inhaberin. Doreen Mattot, die bereits den Edeka-Verbrauchermarkt in der „Alten Brauerei“ betreibt, hat den Standort von der bisherigen Kauffrau Eveline Gottschalk im Januar übernommen.
Am kommenden Montag eröffnet der Edeka-Markt in der Rathaus-Passage unter neuem Namen. Künftig heißt es nicht mehr Edeka Gottschalk, sondern Edeka Mattot für die Kunden des Marktes. Für die Kunden wird der Wechsel kaum spürbar sein, denn das Sortiment bleibt im Wesentlichen das Gleiche. „Die beliebten Artikel wird es auch künftig geben“, bestätigt Doreen Mattot. Auch bei der Einrichtung und Anordnung der Warengruppen bleibt vieles wie es ist.
In der vergangenen Woche war der Markt im Obergeschoss der Rathaus-Passage geschlossen: Es wurde neu gestrichen und umgeräumt. So wurden neue Frische-Theken errichtet und neue Möbel im Café aufgestellt. Auch eine offen einsehbare Schnippelküche wird es künftig geben, so die Händlerin. Die Kunden sollen schließlich sehen, wie die Salate und Obstschalen frisch im Markt produziert werden. Überhaupt will die Edekanerin auf Frische und Convienence setzen, schließlich kämen in den Markt viele Angestellte der umliegenden Verwaltungen und Unternehmen und kaufen mittags ein.
„Wir werden frischer und freundlicher“, so Mattot. Der Standort, der mit dem Bau der Rathauspassage eröffnet wurde, sei in die Jahre gekommen, heißt es. Die Edeka-Händlerin Mattot hat dabei dem Laden ihren eigene Handschrift gegeben. Es soll künftig heller und moderner werden. Auf den rund 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche werden etwa 28.000 verschiedene Artikel angeboten. Insgesamt 29 Mitarbeiter sind im Markt beschäftigt. Ein Großteil der Mannschaft hat Mattot von ihrer Vorgängerin übernommen.
Für die selbstständige Einzelhändlerin Doreen Mattot ist die Übernahme eines zweiten Marktes mit viel Aufwand verbunden. 2016 ist sie mit dem Edeka-Markt in der Alten Brauerei in der Eisenbahnstraße in die Selbstständigkeit gestartet. Unter Einzelhandelsexperten kein leichter Standort: Ein mit 1700 Quadratmetern recht großer Markt mitten in der Innenstadt in einer Stadt mit vergleichsweise geringer Kaufkraft ist nicht ohne Risiko. Doch Mattot hat es durch eine große Auswahl von frischen Produkten, gutem Service und großer Warenvielfalt geschafft, sich erfolgreich gegen die in Eberswalde präsenten Filialen der Discounter Aldi, Netto und Norma zu behaupten. Auch im neuen Standort in der Rathauspassage sieht Mattot viel Potenzial. Der Markt ist für die Nahversorgung wichtig und bei Angestellten der umliegenden Büros beliebt. Daher soll es künftig noch mehr Snacks und frische Salate geben.
Zur Eröffnung am Montag um Punkt 8 Uhr wird es eine Sekt- und Teeverkostung sowie viele Eröffnungsangebote geben, verrät die Edekanerin. Die selbstständige Kauffrau hatte sich vor einigen Monaten für die Übernahme des Standorts bei der Regionalgesellschaft Minden-Hannover beworben und sich gegen andere Bewerber durchgesetzt. Ausschlaggebend dürfte dabei gewesen sein, dass Doreen Mattot bereits seit 2016 erfolgreich einen Markt in Eberswalde führt. „Doreen Mattot kennt die Bedürfnisse der Eberswalder und will nun mit mit einem zweiten Markt die Kunden im Ort begeistern“, heißt es dazu von der Regionalgesellschaft in Minden.
Auch die bisherige Inhaberin Eveline Gottschalk, die den Markt immerhin zwölf Jahre führte, ist dankbar, einen passende Nachfolge gefunden zu haben. „Es ist gut zu wissen, dass ich den Markt in verantwortungsvolle Hände gebe“, so Gottschalk.
Die Edeka-Märkte im Barnim gehören zur Edeka-Regionalgesellschaft Minden-Hannover. Die gesamte Edeka-Gruppe, die aus sieben Regionen besteht, ist mit einem Umsatz von 51,9 Milliarden Euro Deutschlands größter Lebensmittelhändler. Über 3800 selbstständige Kaufleute bilden dabei das Rückgrat des Konzerns. Eine von ihnen startet am Montag ein zweites Mal durch.

