Fehlersuche
: Abwässer verschmutzen Drehnitzfließ und stinken zum Himmel

Vororttermine und Kamerabefahrungen sollen der Sache auf den Grund gehen. Sanierungen sind außerdem geplant.
Von
Andrea Linne
Eberswalde
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Verschmutztes Fließ: Diesen Blick auf das Drehnitzfließ in Eberswalde hat ein Anwohner fotografiert.

Tino Taube

Der Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Eberswalde (ZWA) will im ersten Halbjahr die Vorschächte des Pumpenhauses an der Heegermühler Straße, das ist das ehemalige Kreishaus, erneuern. Dazu wurde bereits Mitte Januar mit Kameras mit der Befahrung der Abwasseranschlüsse des Wohnblocks im Brandenburgischen Viertel begonnen. Dabei konnte ein Fehlanschluss eines Wohnblocks an die Niederschlagsentwässerung festgestellt werden, informiert jetzt das Bodenschutzamt des Landkreises.

ZWA und Eigentümer der Häuser führen nun weitere Kontrollen durch. Dazu ist laut Bodenschutzamt auch der Bauhof der Stadt Eberswalde einbezogen, der gemeinsam mit dem Wasser– und Bodenverband Panke/Finow dafür sorgte, dass die Stauanlage im Drehnitzfließ beräumt wurde. Nun sei das Tiefbauamt der Stadt dabei, Dokumentationen zum Ablauf des Drehnitzfließes zu erarbeiten und die Anbindung zum Finowkanal zu untersuchen. Die verrohrte Strecke wird dafür ebenfalls mit Kameras erforscht.

Geplant ist, so eine Auskunft im jüngsten Kreiswirtschaftsausschuss, das Regenwasserrückhaltebecken, das sich an der Heegermühler Straße befindet, zu sanieren. Einbezogen in die Arbeiten ist auch die Untere Wasserbehörde des Kreises, die alles überwacht. Ein Ortstermin des städtischen Tiefbauamtes soll in der kommenden Woche gemeinsam mit dem Eigentümer des durch das Drehnitzfließ belasteten Grundstücks erfolgen, so der Kreis. Auch Anrainer–Eigentümer sollen einbezogen werden, um Ursachen zu finden, warum Schmutzwasser in die Niederschlagsentwässerung und damit an die Oberfläche tritt.li