Karls Erlebnis-Dorf Elstal
: Das kostet ein Familienausflug mit Kindern

Karls Erlebnis-Dorf in Elstal ist in Brandenburg ein beliebtes Ausflugsziel für Eltern und Kinder. Eintritt ist frei, Attraktionen kosten Geld. So teuer ist der Familienausflug.
Von
Wiemke Reiners
Elstal
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In Karls Erlebnis-Dorf in Elstal steht alles unter dem Motto „Erdbeere“. Attraktionen wie der „Erdbeer-Drop“ kosten Geld, Spielplätze sind kostenlos.

In Karls Erlebnis-Dorf in Elstal steht alles unter dem Motto „Erdbeere“. Attraktionen wie der „Erdbeer-Drop“ kosten Geld, Spielplätze sind kostenlos.

Karls Erlebnis-Dorf/Presseportal
  • Karls Erlebnis-Dorf in Elstal bietet kostenlosen Eintritt, Attraktionen kosten 2–5 Euro.
  • Tageskarten lohnen ab 90 cm Körpergröße: 22,50 € vor Ort, 17,50 € in der App.
  • Kostenlose Highlights: Spielplätze, Streichelzoo, Kartoffelsackrutsche, Bienen-Museum.
  • Verpflegung vor Ort nötig: Kuchen ca. 20 €, Buffet für 4 Personen ca. 100 €.
  • Manufaktur-Shows zu Bonbons, Brot und Marmelade sind kostenlos und täglich buchbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es braucht nur ein paar Schritte durch die gläserne Drehtür, um den regnerischen Morgen in Elstal hinter sich zu lassen. Ein Atemzug von künstlich-süß nach Erdbeeren riechender Luft später ist der Regen vergessen. Obwohl Karls Erlebnis-Dorf noch keine zwei Stunden geöffnet hat, entsteigen der Drehtür in regelmäßigen Abständen neue Besucher.

Viele tragen grüne Bändchen um den Hals, an denen ihre Tages- oder Jahreskarten baumeln. Zwar ist der Eintritt in das Erdbeer-Paradies ohnehin kostenlos, einige „Erlebnisse“, wie die Fahrgeschäfte und Attraktionen hier heißen, kosten jedoch Geld. Wer mit einer entsprechenden Karte ausgestattet ist, kann sie ohne Bezahlung nutzen.

Bei Karls Erlebnis-Dorf läuft alles nach dem Motto Erdbeere

Während die Blicke zur Teekannen-Weltrekordsammlung an Wänden und Decke wandern, singt Sasha „If you believe in love tonight“. Selbst die Musik ist süß.

Rechts neben dem Eingang wartet das erste Karussell, umgeben von einem Zaun aus riesigen Löffeln, mit Kabinen in Marmeladenglas-Optik. In der Mitte steht ein großer Bär. Er ist rot und gepunktet, wie eine Erdbeere. „Karlchen“ ist ein Erdbär (Erdbeere + Bär) und das Maskottchen von Karls Erlebnis-Dorf, in dem alle Angebote und Designs auf die Erdbeere ausgerichtet sind.

Unter dem Licht von nostalgisch anmutenden Straßenlaternen führt der Weg vorbei an einer Eisbar, Verkaufsständen mit Erdbeermarmelade und einer Bäckerei, die mit Erdbeerbroten wirbt. Besonders ins Auge sticht das „Karlchenbrot“ (5,90 Euro): Brot-Bären aus 100 Prozent Dinkelmehl, geformt wie der allgegenwärtige Erdbär Karlchen, reihen sich in der Auslage aneinander.

Immer in Begleitung des Erdbeerduftes geht es durch eine große Halle, in der sich Bauernmarkt und Hofküche befinden. Vereinzelt schieben sich Paare mit Kinderwaagen an Regalen mit Erdbeerwein, Seifen, Süßigkeiten, Sneakers, Stramplern und Souvenirs wie dem „Karls Erdbeer WC-Sitz“ vorbei.

Vivien Börner genießt die ruhigeren Tage im Erlebnis-Dorf. Heute ist sie mit zusammen mit ihrer Tochter auf den Spielplätzen unterwegs. Ist die ganze Familie dabei, lohnen sich Tageskarten mehr.

Vivien Börner genießt die ruhigeren Tage im Erlebnis-Dorf. Heute ist sie mit ihrer Tochter auf den Spielplätzen unterwegs. Ist die ganze Familie dabei, lohnen sich Tageskarten mehr.

Wiemke Reiners

Einige Besucher, wie Marina und Thomas Schmidt aus Görlitz, kommen sogar nur zum Einkaufen her. „Wegen der Marmelade“, sagen sie. Wer hier schwach wird, lässt für ein Glas von „Karls Erdbeertraum“ 4,50 Euro im Laden.

Bonbons in Handarbeit – Kostenlose Shows am Nachmittag

Karls scheinen das Marketingkonzept „Forced Exposure“ perfektioniert zu haben, bei dem Besucher von Attraktionen zuerst durch einen Souvenirshop geleitet werden – denn einen anderen Weg zu den Fahrgeschäften und Spielplätzen gibt es nicht.

Selbst der Weg zu den Toiletten (wo sich die Erdbeer-Klobrille probesitzen lässt) führt an unzähligen Einkaufs-Verführungen vorbei – und an der Bonbon-Manufaktur. Gerade rollen zwei Mitarbeiter eine große dunkelblaue Wurst aus Fruchtmasse zu einer dünneren Rolle, die sie dann in kleine Stücke zerschneiden und hinter der Glasscheibe auslegen. Eine kleine Dose der Bonbons gibt es für drei Euro.

In dem Freizeitpark gibt es vier Manufakturen. Nachmittags finden Shows statt, welche die Herstellung von Bonbons, Backwaren, Marmeladen oder Fruchtgummi zeigen. Die Veranstaltungen sind kostenlos – und wer Glück hat, darf probieren.

Fahrgeschäfte im Freizeitpark kosten zwischen zwei und fünf Euro

Eine unscheinbare Glastür führt schließlich ins Freie. Die sanfte Musik wird von energischen Trommelschlägen abgelöst, ergänzt durch das Rattern der Achterbahnen und das entfernte Jauchzen von Kindern. Viel los ist heute allerdings (noch) nicht.

Für Vivien Börner sind Tage, an denen keine Ferien sind, perfekt für einen Ausflug in das Erlebnis-Dorf. Dann sei es ruhiger, sagt sie und hält die Hände ihrer Tochter, die gerade auf eine große Holz-Erdbeere klettert.

Die Raupenbahn gibt es auch in Karls Erlebnis-Dorf in Elstal.

Die Raupenbahn gibt es auch in Karls Erlebnis-Dorf in Elstal. Wer zwei Jahre alt und 90 Zentimeter groß ist, darf in Begleitung mit der Bahn fahren, ab 120 Zentimetern auch alleine. Die Fahrt kostet 3,50 Euro.

Karls Erlebnis-Dorf/Presseportal

Die zweifache Mutter kommt seit Jahren mit ihren Kindern her. Wenn die ganze vierköpfige Familie mehrere Stunden hier verbringt, kaufen die Eltern meist Tageskarten für 22,50 Euro. Kauft man die Karten in der App, zahlt man weniger.

Öffnungszeiten, Preise und Veranstaltungen

Öffnungszeiten:

  • vom 26. Juni bis zum 7. September: Täglich von 8 bis 20 Uhr; ansonsten bis 19 Uhr

Preise:

Der Eintritt in das Erlebnis-Dorf und die Nutzung der Spielplätze ist frei. Eine Tageskarte wird ab einem Alter von 2 Jahren und einer Größe von 90 Zentimetern empfohlen, da dann die ersten kostenpflichtigen Erlebnisse erlaubt sind. Für Kinder, die kleiner als 90 Zentimeter sind, sind der Eintritt in die Eiswelt und die Fahrt mit der Traktorbahn frei.

  • Tageskarte vor Ort und online: 22,50 Euro pro Person
  • Tageskarte in der App: 17,50 Euro pro Person
  • kostenpflichtige Erlebnisse kosten zwischen zwei und fünf Euro pro Person
  • Eiswelt kostet 9,50 Euro pro Person.

Manufaktur-Shows:

  • „Bonbons machen“: täglich um 14 und 16 Uhr
  • „Brot backen“: täglich um 10 Uhr
  • „Marmelade kochen“: täglich um 9:30 und 13:30 Uhr
  • „Gummibärchen machen“: täglich um 14:45 Uhr

Veranstaltungen während der Ferien:

  • „Langer Sommerabend“ am 2. August

Weitere Informationen zu Preisen, Veranstaltungen sowie die Alters- und Größenvorgaben für einzelne Fahrgeschäfte finden Sie auf der Homepage von Karls Erlebnis-Dorf in Elstal.

Ohne Karte kosten Fahrgeschäfte wie die Achterbahn, die Erdbeer-Raupenbahn oder der fliegende Regenschirm zwischen 2 und 5 Euro. Wer in die Eiswelt will, zahlt Eintritt. Für die Ausstellung von Skulpturen und Figuren aus Eis, die mit Licht und Musik in Szene gesetzt werden, werden 9,50 Euro pro Person verlangt.

Mit den sogenannten "Erlebnis-Talern" lassen sich die Bagger aktivieren. Die Taler kann man gegen Euro-Münzen an Automaten eintauschen.

Mit den sogenannten "Erlebnis-Talern" lassen sich die Bagger aktivieren. Die Taler kann man gegen Euro-Münzen an Automaten eintauschen. Sie stehen an vielen Spielplätzen im Erlebnis-Dorf.

Wiemke Reiners

Kleinere Erlebnisse werden mit sogenannten Erlebnis-Talern aktiviert. An Automaten lassen sich Münzen gegen die Taler eintauschen: Für einen Euro gibt es einen Erlebnis-Taler und für den kann man zum Beispiel eine Runde im Sand baggern oder mit dem Mini-Gokart fahren.

Beliebt und kostenlos: Kartoffelsackrutsche und viele Spielplätze

Heute sind Vivien Börner und ihre dreijährige Tochter zu zweit im Erlebnis-Dorf und nutzen nur die kostenlosen Angebote. Auf dem Plan stehen vor allem die Spielplätze und die Kartoffelsackrutsche. „Die lieben alle Kinder“, sagt Vivien Börner lachend. Empfehlen kann sie vor allem die Kletter-Erdbeere und den verwinkelten Spielplatz „Verrückte Villa“. Auch den kleinen Streichelzoo und das Bienen-Museum kann man ohne Aufpreis besuchen.

Die Kartoffelsackrutsche im Erlebnis-Dorf ist bei vielen Kindern eines der beliebtesten Angebote. DAs freut auch die Eltern, denn die Rutsche ist kostenlos.

Die Kartoffelsackrutsche im Erlebnis-Dorf ist bei vielen Kindern eines der beliebtesten Angebote. Das freut auch die Eltern, denn die Rutsche ist kostenlos.

Wiemke Reiners

Ganz ohne Geld gehe es laut Vivien Börner trotzdem nicht, „denn man hat ja auch Hunger“. Gibt es für jeden ein Stück Kuchen, würde es für die vierköpfige Familie um die zwanzig Euro kosten. Essen zwei Eltern und zwei Kinder vom Büfett in der Hofküche, landet die Familie schnell bei 100 Euro. „Es kommt auf jeden Fall was zusammen, auch wenn man keine Fahrgeschäfte nutzt“, sagt sie.

Besucher sollten mit hohen Ausgaben für Verpflegung rechnen

Da man in den Park keine eigenen Speisen und Getränke mitnehmen darf, muss man also Geld ausgeben, wenn der Hunger kommt. Egal ob mit oder ohne Tageskarte. Ausgenommen von dem Verbot sind 0,5 Liter-Wasserflaschen, Babynahrung und kleine Snacks wie Reiswaffeln.

Dass auch ein „No-Budget“ Ausflug möglich ist, zeigen Pia Hennig und Lena Krämer. Die Freundinnen sind zum dritten oder vierten Mal mit ihren Kindern hier, die gerade auf den kleinen Hüpfkissen spielen. Obwohl Lena Hennig eine Jahreskarte umsonst bekommen würde, da sie in Elstal wohnt, hat sie noch keine. Das lohne sich erst, wenn ihr Kind zwei Jahre alt sei, da es dann die Angebote nutzen dürfe, erklärt Krämer. Aus demselben Grund hat auch Pia Hennig noch keine Jahreskarte.

Pia Hennig (links) und Lena Krämer beweisen, dass auch ein "No-Budget"-Ausflug in Karls Erlebnis-Dorf möglich ist. Sie stehen vor den kostenlosen Hüpfkissen und einer Mini-Achterbahn, die man durch ein Fahrrad selbst antreiben kann.

Pia Hennig (links) und Lena Krämer beweisen, dass auch ein "No-Budget"-Ausflug in Karls Erlebnis-Dorf möglich ist. Sie stehen vor den kostenlosen Hüpfkissen und einer Mini-Achterbahn, die man durch ein Fahrrad selbst antreiben kann.

Wiemke Reiners

Da sie nicht weit weg wohnen, verbringen sie höchstens zwei Stunden hier und sind schon wieder zu Hause, wenn es Zeit für den Mittagsschlaf ist oder jemand hungrig wird. Das einzige, wofür Lena Krämer Geld ausgibt, ist Kuchen. Den bringe sie nach einem Besuch in Karls Erlebnis-Dorf immer mit nach Hause.